Fr., 09.03.2012

Demo vor dem Gericht Pelzfarmen klagen vergeblich gegen Tierschutz

Demo vor dem Gericht : Pelzfarmen klagen vergeblich gegen Tierschutz

Laut dem Tierschutzverein Arbeitskreis humaner Tierschutz gehören nicht die Tiere sondern die Farmbetreiber in Käfige. Foto: Franziska Kues

Hörstel/Borken  - Zwei Pelzfarmen aus dem Münsterland haben vergeblich gegen neue Tierschutzvorschriften geklagt, die Nerzen mehr Platz garantieren. Die Betreiber verloren am Freitag vor dem Verwaltungsgericht Münster, vor dem 25 Tierschützer gegen die Nerzfarmbetreiber aus dem Münsterland demonstrierten.

Von Anne Koslowski/dpa

Der Kölner Verein Arbeitskreis humaner Tierschutz hatte gegen die Pelztierzüchter aus Hörstel und Borken geklagt, weil sie sich nicht an die gesetzlich vorgeschriebene Größe der Käfige halten. Künftig müssen diese mindestens drei Quadratmeter groß sein und jedes Tier muss mindestens ein Quadratmeter Platz haben.

Die Betreiber der Nerzfarmen in Hörstel und Borken hatten argumentiert, das Geschäft werde für sie durch den Umbau der Käfige unrentabel. Die neuen Tierschutzvorgaben kämen einem Berufsverbot gleich. Die Farmbetreiber haben insgesamt fünf Verfahren gegen die Kreise Borken und Steinfurt angestrengt - alle ohne Erfolg. Die Bundesverordnung war bereits 2006 erlassen worden. Seit fünf Jahren war den Farmen eine Übergangsfrist gewährt worden, bis Ende 2011.

Tierschützer begrüßten das Urteil. „Das Gericht hat deutlich gemacht, dass die neuen Tierschutzvorgaben umgesetzt werden müssen, auch wenn damit für den Tierhalter hohe Kosten verbunden sind“, lobte der Sprecher des „Arbeitskreis humaner Tierschutz“, Stefan Klippstein . „Wir gehen davon aus, dass diese Urteile Signalwirkung für die Pelztierfarmen in anderen Bundesländern haben. Viele Pelztierzüchter haben bislang die neuen Vorgaben noch nicht umgesetzt. Jetzt sollte ihnen klar sein, dass dies unumgänglich ist.“

Draßen veharrten die Demonstranten mit Plakaten unter dem Motto „Nicht Nerze, sondern Tierquäler gehören hinter Gitter“ zwei Stunden lang an der Piusallee/Ecke Stollenbergstraße aus. Einer von ihnen saß in einem Käfig "exemplarisch für einen eingesperrten Nerzfarmer". Der Verein fordert eine sofortige Schließung der Farmen. "Es gab keine besonderen Vorkommnisse", kommentierte Evelin Kösters, Sprecherin der Polizei Münster die Aktion

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