Do., 06.11.2014

Strecken neu vergeben Eurobahn übernimmt ab 2017 zwei Zuglinien im Münsterland

Eurobahn

Die Eurobahn übernimmt ab Dezember 2017 die „Ems-Bahn“ (Münster – Rheine) und die „Teuto-Bahn“ (Münster – Osnabrück). Foto: Jürgen Peperhowe

Münsterland - 

Im Kreis Warendorf ist man auf die Eurobahn nicht gut zu sprechen. „Es gibt Ärger ohne Ende" klagte der Verkehrsdezernent des Kreises jüngst. Jetzt ist klar: Ab Dezember 2017 wird die Eurobahn zwei weitere Zuglinien im Münsterland übernehmen.

Von Stefan Werding

Trotz massiver Probleme der Eurobahn auf der Strecke zwischen Münster und Bielefeld hat das private Bahnunternehmen den Zuschlag für die Strecke von Münster nach Osnabrück und von Münster nach Rheine ab 2017 bekommen. Das hat der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) am Donnerstag bekannt gegeben. Das Vergabeverfahren sei abgeschlossen. Die Marke der Marke der Keolis Deutschland GmbH & Co. KG löse die Westfalen-Bahn und DB Regio AG ab. Die Fahrgäste erwarte ein besseres Fahrplanangebot, mehr Fahrkomfort und mehr Platz.

Das betroffene Teutoburger Wald-Netz umfasst neben der „Teuto-Bahn“ von Münster nach Osnabrück und der „Ems-Bahn“ von Münster nach Rheine noch die Linien zwischen Herford, Altenbeken und Paderborn, zwischen Bielefeld, Bad Bentheim und Hengelo sowie zwischen Bielefeld, Minden und Nienburg. Der neue Verkehrsvertrag startet im Dezember 2017 und läuft über 15 Jahre.
Nach Angaben des NWL wird die Eurobahn zwischen Münster und Rheine die Strecken der Westfalenbahn übernehmen. In einer früheren Ausschreibung hatte dort die Deutsche Bahn ihre Linien an das britische Unternehmen National Express verloren, das erstmals in Deutschland eine Ausschreibung gewonnen hat. Der Vertrag sieht mehr Sitzplätze und mehr Fahrten vor.

Probleme mit der Eurobahn im Kreis Warendorf

Im Kreis Warendorf hat es jüngst massive Kritik an der Eurobahn gegeben. Dort hat die Eurobahn im Dezember die Strecke zwischen Münster und Bielefeld übernommen. „Es gibt Ärger ohne Ende mit der Eurobahn“, hat der Verkehrsdezernent des Kreises Warendorf, Friedrich Gnerlich , jüngst geklagt. Nach Angaben eines NWL-Sprechers hat das bei der Entscheidung eine „gewisse Rolle gespielt“. Gleichzeitig meinte er aber auch: „Wir können ein in sich geschlossenes Verfahren nicht mit Kriterien belegen, die aus einem anderen Netz herrühren“. Die NWL gehe davon aus, dass das Angebot später auf der Schiene umgesetzt werde. Außerdem habe die Eurobahn die Probleme angegangen. So tendierten ausgefallene Züge wegen fehlender Lokführer gegen Null.

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