Do., 15.01.2015

Bis zu 150 Feuerwehrleute im Einsatz Feuerwehr kämpft stundenlang gegen Lagerhallen-Brand

Brand Westerkappeln

Mit bis zu 150 Einsatzkräften gelang es in der Nacht zu Donnerstag, eine brennende Lagerhalle in Westerkappeln zu löschen. Foto: Heinrich Weßling

Westerkappeln-Velpe - 

(Aktualisiert um 12.00 Uhr) Die Lagerhalle eines Klinker- und Keramikwerkes in Westerkappeln (Kreis Steinfurt) hat in der Nacht zum Donnerstag lichterloh gebrannt. Bis das Feuer unter Kontrolle war, dauerte es sechs Stunden.

Von Heinrich Weßling, Michael Baar

Großbrand bei der Firma Staloton . Am Mittwochabend sind aus bislang ungeklärter Ursache in eine Halle Kartonagen und Folien in Brand geraten. Das Material wird für die Verpackung von Keramik-Produkten aus dem Werk benötigt. Gegen 4 Uhr war der Brand unter Kontrolle, gegen 7.30 Uhr die Nachlöscharbeiten abgeschlossen. Die Kriminalpolizei hat die Brandstelle beschlagnahmt und die Untersuchungen zur Brandursache aufgenommen. Der Sachschaden dürfte in die Hunderttausende Euro gehen.

Gegen 21.45 Uhr wurde die Velper Feuerwehr alarmiert. Mitglieder des Löschzugs, die auf dem Weg zum Gerätehaus an der Brandstelle vorbeikamen, lösten sofort Vollalarm für die Westerkappelner Wehr aus, so Einsatzleiter Ingo Bünemann . Auch die Wehren aus Lotte und Mettingen wurden alarmiert.

Fotostrecke: Großbrand bei der Firma Staloton in Velpe

Beim Eintreffen auf dem Betriebsgelände der Firma Staloton ABC (Recke) wurden ebenfalls die Wehren aus Wersen und die Drehleiter der Ibbenbürener Wehr alarmiert. Zudem wurde der Einsatzstab des Kreises Steinfurt angefordert.

Die in der Halle gelagerten Kartonagen und Folien standen in Flammen. Das leicht brennbare Material wurde mit einem Radlader aus dem Gebäude gezogen und draußen abgelöscht. Eine zwischen dieser Lagerhalle und der angrenzenden Produktionshalle stehende Brandschutzmauer hielt den Flammen stand und verhinderte letztlich ein Übergreifen des Feuers auf die Produktionsanlagen.

Riesige Feuerwelle

In der Lagerhalle bildete sich eine riesige Feuerwelle. Die Einsatzkräfte versuchten, mit Brechstangen Türen und Fenster zu demontieren, damit es nicht zu einem Hitzestau in der Halle kam. Zeitgleich liefen die Löscharbeiten. Die Wasserversorgung bereitete nach Angaben von Ingo Bünemann kein Problem, da zwei Hydranten und ein Feuerlöschteich der benachbarten Firma Heinemann genutzt werden konnten. Die Strom- und Gasversorgung des Gebäudes war von Spezialisten abgeschaltet worden.

Eingesetzt waren rund 150 Feuerwehrleute, hinzu kam eine Einsatzeinheit des Deutschen Roten Kreuzes, die für die Versorgung der Einsatzkräfte sorgte.

Gegen 4 Uhr war das Feuer unter Kontrolle, die Nachlöscharbeiten zogen sich bis 7.30 Uhr hin, so der Einsatzleiter. Die Straße zum Industriegebiet blieb bis zum Vormittag gesperrt. Der Verkehr auf der nahe liegenden Autobahn A 30 wurde nach Polizeiangaben durch den Brand nicht beeinträchtigt.

Nach Angaben von Kreisbrandmeister Reinhard Meyer, der vor Ort war, habe für die Bürger in Velpe zu keiner Zeit eine Gefahr bestanden. Vorsorglich von der Wehr vorgenommene Schadstoffmessungen der Luft brachten ebenfalls keinen Hinweis auf Gefahrstoffe.

Nach Angaben von Firmeninhaber Hermann Berentelg sollte die Produktion am Wochenende wieder anlaufen. Diese lief auf Grund von Wartungsarbeiten in dieser Woche nur in der Frühschicht.

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