Mo., 31.10.2016

Sieben beschädigte Statuen im Kreis Coesfeld Polizei geht von mehreren Tätern aus

Marien-Figur vor der Kirche in Coesfeld-Lette ohne Nase und Finger.

Das Gesicht des „Judenkreuzes“ in Lüdinghausen ist stark beschädigt (oben rechts), Marien-Figur vor der Kirche in Coesfeld-Lette ohne Nase und Finger (kleines Bild links), Marienstatue mit Jesuskind vor der Sankt Agatha-Kirche in Dülmen (kleines Bild rechts) und Franziskus mit abgeschlagenem Kopf vor dem Clara-Stift in Lüdinghausen (links). Foto: Gemeinde St. Johannes Lette, Peter Werth, Polizei Coesfeld, mib; Montage: Gunnar A. Pier

Kreis Coesfeld - 

Unbekannte haben in den vergangenen Tagen im Kreis Coesfeld sieben Statuen beschädigt. Sie schlugen ihnen Nasen, Finger oder gleich ganze Köpfe ab. Besonders schwer erwischt hat es eine Franziskus-Figur vor dem Clara-Stift in Lüdinghausen. Ihr wurde der Kopf abgeschlagen. Den fanden Mitarbeiter in einem Gebüsch.

Von Markus Michalak, Stefan Werding

Der Kopf eines steinernen Jesuskindes vor der St. Agatha-Kirche in Dülmen-Rorup blieb dagegen verschwunden. Zusätzlich brachen die Unbekannten die Nase der Marienfigur ab. Wie die Polizei berichtet, blieb der Kopf verschwunden. Ebenfalls in Dülmen wurde die Nase eines Engels über einem Kriegerdenkmal auf der Karthaus , ein Kriegerdenkmal in der Bauerschaft in Weddern und ein Wegekreuz in der Bauerschaft Empte beschädigt. Hinzu kommen noch zwei weitere Fälle in der vergangenen Woche. Dabei waren zusätzlich noch das Welter Ehrenmal und ein Edelstahlkreuz auf einem metallverarbeitenden Betrieb beschädigt worden. In den beiden Fällen könnten Metalldiebe am Werk gewesen sein.

Gesicht der Statue wurde bei der Attacke bis zur Unkenntlichkeit zerstört

Wegen der Beschädigung des sogenannten „Judenkreuzes“ im Lüdinghauser Stadtteil Seppenrade hat der Heimatverein dort Anzeige erstattet und für die Ergreifung des Täters eine Belohnung ausgesetzt. Das Gesicht wurde bei der Attacke bis zur Unkenntlichkeit zerstört. Der Heimatverein hatte das Kreuz erst vor einigen Jahren restaurieren lassen.

"Die reine Lust an der Zerstörung"

Die Gründe für die Beschädigungen kennt die Polizei nicht. „Das Motiv liegt – , anders, als wenn die Täter ein wertvolles Metallkreuz stehlen – völlig im Dunklen. Wir glauben, dass es hierbei einzig um die reine Lust an der Zerstörung der Statuen geht, der Täter profitiert ja nicht davon“, erklärte ein Polizeisprecher.

Mehrere Täter

Die Ermittler glauben nicht, dass die Taten von den selben Personen begangen wurden. „Dann müssten die Täter schon weite Entfernungen zurücklegen, um all die Zerstörungen im Außenbereich anrichten zu können“, meinte Polizeisprecher Norbert Voßkühler.

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