Do., 03.11.2016

Zerstörte Skulpturen Polizei vermutet religiös-ideologischen Hintergrund

Auch ein Gitter hat diese Figur nicht davor bewahrt, dass ihr Unbekannte die Nase abgeschlagen haben.

Auch ein Gitter hat diese Figur nicht davor bewahrt, dass ihr Unbekannte die Nase abgeschlagen haben. Foto: Maurice Tasche.

Dülmen - 

Es vergeht zurzeit kein Tag, an dem Unbekannte nicht irgendwo in Dülmen und Umgebung eine christliche Skulptur zerstören. Die Polizei geht mittlerweile von einem Zusammenhang aus. Der Staatsschutz in Münster hat die Sache übernommen. 

Von Markus Michalak

Die Polizei geht also offenbar davon aus, dass die Taten einen religiös-ideologischen Hintergrund haben könnten. Bislang gibt es keinen Zeugenhinweis. Zuletzt wurden ein Wegekreuz in Dülmen-Merfeld und ein Sandstein-Wegekreuz in Dülmens Innenstadt beschädigt.

Dülmens Rendant Günther Fehmer bestätigte, dass die Verwüstung derzeit das große Thema in den katholischen Gemeinden ist. „Das macht uns alle sehr betroffen, aber auch wütend.“ Er geht nach ersten Schätzungen von einem finanziellen Verlust in sechsstelliger Höhe aus.

Fotostrecke: Zerstörte christliche Skulpturen in Dülmen und Umgebung

Die Gemeinden werden selbst für den Schaden aufkommen müssen, denn Vandalismus im Außenbereich lasse sich nicht versichern, erklärt Fehmer. Die Rendantur sieht auch kaum einen Schutz für die Steinskulpturen: „Abends hereinnehmen können Sie diese Skulpturen nicht, die ganze Nacht bewachen auch nicht. Und eine Videokamera im öffentlichen Raum ist ebenfalls problematisch.“ Schließlich nütze es gar nichts, die Figuren mit Gittern zu beschützen, wie man in Heilig Kreuz sehe.

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