Di., 21.03.2017

Verdacht auf Noroviren Großeinsatz im Schullandheim

Seit 1990 bietet das Laurentianum jährlich für die Schüler der Jahrgangsstufe 7 eine Skifreizeit an, sie gehört zum festen Bestandteil des Schulprogramms. Eine Massenerkrankung von Schülern hat jetzt einen Großeinsatz der Rettungskräfte ausgelöst

Seit 1990 bietet das Laurentianum jährlich für die Schüler der Jahrgangsstufe 7 eine Skifreizeit an, sie gehört zum festen Bestandteil des Schulprogramms. Eine Massenerkrankung von Schülern hat jetzt einen Großeinsatz der Rettungskräfte ausgelöst. Foto: Laurentianum

Warendorf/Mellau - 

Wäre alles planmäßig verlaufen, wären die Schüler des Gymnasium Laurentinaum in der Nacht von Montag auf Dienstag wieder in Warendorf eingetroffen. Am Donnerstagabend überschlugen sich jedoch innerhalb kurzer Zeit die Ereignisse: Einer der Lehrer alarmierte die Rettungskräfte, nachdem mehrere der 12- bis 13-jährigen Schüler über Übelkeit klagten. Die Einsatzkräfte lösten Großalarm aus, Feuerwehr und Rettungssanitäter rückten an und brachten die erkrankten Schüler umgehend in umliegende Krankenhäuser.

Von Joachim Edler

Die traditionelle Skifreizeit der Jahrgangsstufe 7 des Gymnasium Laurentianum im Schullandheim Mellau (Österreich) endete abrupt. Eine Massenerkrankung von Schülern hat am Donnerstag einen Großeinsatz der Rettungskräfte ausgelöst: Am Abend klagten 15 der rund 60 Schüler über Erbrechen, Durchfall und Fieber. Die Jugendlichen wurden in verschiedene Vorarlberger Spitäler gebracht. Während einige Schüler das Krankenhaus noch in der Nacht wieder verlassen konnten, mussten andere stationär behandelt werden, unter anderem mit Infusionen. Bis Freitag erhöhte sich die Zahl auf 38 Erkrankte mit Magen-Darm-Beschwerden. Betroffen waren auch Betreuer und Lehrer.

Die Warendorfer Schülergruppe war anlässlich einer Wintersportwoche in dem Schullandheim in Mellau untergebracht. Seit 1990 bietet das Laurentianum jährlich für die Schüler der Jahrgangsstufe 7 eine Skifreizeit an, sie gehört zum festen Bestandteil des Schulprogramms. Wäre alles planmäßig verlaufen, wären die Schüler in der Nacht von Montag auf Dienstag wieder in Warendorf eingetroffen. Am Donnerstagabend überschlugen sich jedoch innerhalb kurzer Zeit die Ereignisse: Einer der Lehrer alarmierte die Rettungskräfte, nachdem mehrere der 12- bis 13-jährigen Schüler über Übelkeit klagten. Die Einsatzkräfte lösten Großalarm aus, Feuerwehr und Rettungssanitäter rückten an und brachten die erkrankten Schüler umgehend in umliegende Krankenhäuser.

Schullandheim vorübergehend geschlossen

„Ich wurde am Donnerstagabend um 20.30 per Handy informiert, habe aber bis heute noch keinen genauen Abschlussbericht, da Lehrer noch erkrankt sind“, bestätigte Schulleiterin Marlis Ermer den Vorfall. Bis Freitag, 17.30 Uhr, sei sie in der Schule gewesen, um Emails und Telefonate beunruhigter Eltern zu beantworten. Nach Rücksprache mit den Begleitpersonen vor Ort, habe man sich entschlossen, die Skifreizeit abzubrechen und bereits am Samstag nach Hause zu kommen. Das Schullandheim blieb aufgrund der aktuellen Entwicklung aus Sicherheitsgründen zwei Tage geschlossen; es wurde desinfiziert.

Was war die Ursache für die massive Erkrankung? Nach dem medizinischen Großeinsatz in dem Jugendheim in Mellau steht der Verdacht von Noroviren im Raum. Auslöser für den Brechdurchfall könnte aber auch eine Lebensmittelvergiftung gewesen sein. Nahrungsproben sind entnommen worden, um Aufschluss über die Ursache der Erkrankung zu erhalten. Ergebnisse sind erst in einigen Tagen zu erwarten. Meldepflichtig ist ein Auftreten von Noroviren nur, wenn Lebensmittel als Infektionsquelle in Frage kommen. Die Schüler waren Selbstversorger. Die Gruppe hatte ihre Lebensmittel selber eingekauft und gekocht. Ein grundlegendes Element der Mellau-Fahrten ist die Mithilfe der Eltern als Kochmutter oder Kochväter.

„Es besteht kein Grund zur Panik“

Schulleiterin Marlis Ermer möchte sich an den jetzt losgetretenen Spekulationen über mögliche Ursachen nicht beteiligen, spricht bislang von einem Magen-Darm-Infekt und dass sie noch keine Nachricht der Lebensmittelbehörde erhalten habe. „Für die Schüler war das schon schlimm genug“, wolle sie jetzt erst einmal die Ruhe bewahren: „Es besteht kein Grund zur Panik“. Gestern brach die zweite Gruppe der Jahrgangsstufe 7 des Gymnasium Laurentianum nach Mellau auf – mit gemischten Gefühlen. Ihres Wissens habe aber niemand der 60 Schüler abgesagt.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

kfzmarkt.ms Anzeigen

Autos, Motorräder, Wohnmobile und Nutzfahrzeuge aus Ihrer Region

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4716311?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F