Do., 25.06.2015

Starkes Signal für den Ausbau der B64 "Ausbauzustand ist von gestern"

Starkes Signal für den Ausbau der B64 : "Ausbauzustand ist von gestern"

Führende Unternehmer, Politiker und Kammervertreter aus dem Münsterland und Ostwestfalen haben am Donnerstag noch einmal nachdrücklich für die B 64n geworben. Foto: Wilfried Gerharz

Warendorf - 

Zwei Boom-Regionen, zwar benachbart, aber doch eher voneinander getrennt, als richtig miteinander verbunden. Das ist ei­gentlich ein Widerspruch in sich. Ein sehr realer: Wer nur einmal über die B 64 von Münster nach Bielefeld gefahren ist, der weiß das. Da kommt es nicht von ungefähr, dass seit Jahren schon der Ausbau gefordert wird.

Von Elmar Ries

Warendorf . Im Bundesverkehrsministerium wird derzeit der Bundesverkehrswegeplan 2015 aufgestellt, darin wird aufgelistet, welche Straßen, Schienentrassen und Kanäle in den kommenden Jahren gebaut –  oder ausgebaut – werden. Angemeldet für diese Liste ist auch die B 64 n.

Dass das Ausbau-Projekt nicht nur in den Plan aufgenommen, sondern dort auch möglichst hochrangig eingestuft wird, dafür haben gestern Unternehmer, Politiker und Kammervertreter noch einmal mit Nachdruck geworben. „Die regi­o­nale Wirtschaft will noch einmal auf die Dringlichkeit dieser leistungsfähigen überregionalen Straßenverbindung zwischen den benachbarten Großstädten Münster und Bielefeld hinweisen“, sagte der Sprecher der Unternehmerinitiative B 64 Plus, Norbert Redemann, am Donnerstag in Warendorf.

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Die Unternehmen stellen sich modern auf und entwickeln Produkte für morgen, und die B 64 hat einen Ausbauzustand von gestern.

Wolf D. Meier Scheuven

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Der Präsident der Indus­trie- und Handelskammer ( IHK ) Nord Westfalen, Dr. Benedikt Hüffer , sprach von ei­nem „starken Signal“, das in Richtung Berlin sowie nach Düsseldorf gesendet werden müsse. Die B 64 n sei ein „zentrales Projekt für die Regionen Münsterland und Ostwestfalen“, dessen Umsetzung dringend nötig sei, so Hüffer.

Die Unternehmen „stellen sich modern auf und entwickeln Produkte für morgen, und die B 64 hat einen Ausbauzustand von gestern", kritisierte der Präsident der IHK Ostwestfalen,  Wolf D. Meier Scheuven. Dennoch sei die Konkurrenz der angemeldeten Projekte groß, mahnte CDU-Verkehrsexperte Reinhold Sendker.

Umsetzungsfähig sei letztlich nur die große Lösung, die den dreispurigen, kreuzungsfreien Ausbau ähnlich der B 54 inklusive der Ortsumgehungen in Warendorf, Beelen sowie Herzebrock erklärte IHK-Verkehrsexperte Joachim Brendel. 

Klar sei, „95 Prozent der Bevölkerung stehen hinter dem Projekt“, sagte der Landrat des Kreises Gütersloh, Sven-Georg Adenauer. Plakativ machte der Landrat des Kreises Warendorf, Dr. Olaf Gericke, den Anspruch deutlich: Er hielt den Bundesverkehrswegeplan 2003 in den Händen und zitierte – mit Blick auf den Plan 2015 –  Altkanzler Schröder mit dem Satz: „Wir wollen da rein“.

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