Fr., 17.02.2017

Video: Kunstschatz ist unbeschädigt Präsentation am Freitagmorgen: Das Stiftskreuz ist wieder da

Strahlend präsentierte Bischof Felix Genn am Freitagmorgen das Stiftskreuz.

Strahlend präsentierte Bischof Felix Genn am Freitagmorgen das Stiftskreuz. Foto: Gunnar A. Pier

Münster - 

"Ich heiße ja Felix - und heute bin ich auch der Glückliche": Strahlend präsentierte Münsters Bischof Felix Genn am Freitagmorgen das Borghorster Stiftskreuz. Das millionenschwere Kunstwerk, das 2013 gestohlen wurde, ist wieder da. Zu den Umständen der Rückkehr gab es am Freitag erste Informationen.

Von Gunnar A. Pier

Eine etwas nebulöse Einladung landete am Donnerstagmittag in den Redaktionen: Der Bischof wolle "über einen Sachverhalt informieren, der die Öffentlichkeit sicher interessieren wird." Dass es um das wieder aufgetauchte Stiftskreuz geht, fanden die WN am Abend heraus.

Am Freitagmorgen dann großer Auflauf im Bischofshaus am Domplatz. Die versammelten Medienvertreter schauten auf eine Tür, die sich pünktlich um 9.45 Uhr öffnete. Herein kam ein strahlender Bischof - das Stiftskreuz in den Händen.

Fotostrecke: Das Borghorster Stiftskreuz ist wieder da

Hintergründe zur Wiederbeschaffung

Nach dem Blitzlichtgewitter erläuterten Genn und weitere Vertreter des Bistums, wie das lange verschollene Kreuz zurückkam. Demnach war es nicht nur Reue bei den Tätern, die angaben, gar nicht gewusst zu haben, welch bedeutende Beute sie da gemacht hatten.

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Letztlich war es offenbar der noch nicht verurteilte mutmaßliche Drahtzieher des Raubs, der half: "Der Außervollzugsetzung des Untersuchungshaftbefehls waren Gespräche vorausgegangen, in denen der Angeklagte mitteilte, er kenne den aktuellen Besitzer des Stiftskreuzes, und in Aussicht stellte, er könne dieses möglicherweise an die Kirche zurückführen", teilte das Landgericht in einer Pressemitteilung mit. "Ein Schuldeingeständnis ist mit dieser Erklärung nicht einhergegangen." 

Re-Live

Hier der Verlauf der Pressekonferenz des Bistums Münster zum Nachlesen. 

Stiftskreuz ist unbeschädigt

Am Dienstagabend schließlich wurde das Stiftskreuz in einer Anwaltskanzlei in Bremen an Vertreter des Bistums übergeben - um 20.30 Uhr war es wieder in Münster

Das Stiftskreuz am Freitagmorgen.

Das Stiftskreuz am Freitagmorgen. Foto: Gunnar A. Pier

Das Kunstwerk ist unversehrt, obwohl es bei der Übergabe mit Paketband verklebt war. Aber die Täter hatten es offenbar zuvor mit Packpapier umwickelt und so vor dem Klebeband geschützt. Geld ist offenbar nicht geflossen.

Wo das Stiftskreuz in all der Zeit war, wurde bislang nicht verraten - "aus ermittlungstaktischen Gründen", wie es hieß. Schon im vergangenen Sommer aber habe es einen Hinweis gegeben, dass das Kreuz noch existiert - in Form eines Fotos mit dem Kreuz und einer Tageszeitung. Der Materialwert wird als gering eingeschätzt, deshalb wäre ein Einschmelzen wohl auch nicht lukrativ gewesen.

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