Mi., 31.05.2017

Fünf Schwerverletzte bei Unfall Phaeton fährt ungebremst unter Lkw - A1 zwei Stunden voll gesperrt

Fünf Schwerverletzte bei Unfall : Phaeton fährt ungebremst unter Lkw - A1 zwei Stunden voll gesperrt

Schwerer Unfall auf der A1 bei Ladbergen: Nahezu ungebremst fuhr ein VW Phaeton am Dienstagabend unter einen Lkw. Foto: Jens Keblat

Ladbergen - 

(Aktualisiert: Mittwoch 11.30 Uhr) Auffahrunfall mit dramatischen Folgen: Auf der Autobahn 1 sind am Dienstag fünf Menschen teils lebensgefährlich verletzt worden. Ein VW Phaeton fuhr nach Polizeiangaben „nahezu ungebremst″ unter einen Lkw.

Von Jens Keblat

Am Dienstag um 17.55 Uhr waren die Feuerwehr Lengerich sowie sämtliche umliegende Rettungswachen zu dem schweren Verkehrsunfall alarmiert worden, auch zwei Rettungshubschrauber landeten bereits wenige Minuten später auf der in Fahrtrichtung Münster komplett gesperrten Autobahn. Der Verkehr wurde umgeleitet, es kam zu einem kilometerlangen Stau.

Nach ersten Erkenntnissen der Autobahnpolizei Münster war ein vollbesetzter Volkswagen Phaeton aus bislang ungeklärter Ursache hinten links auf einen auf dem rechten Fahrstreifen fahrenden Sattelzug aufgefahren und dann in die Leitplanken geschleudert worden. Durch die Wucht der beiden Aufpralle wurde die Luxuskarosse derart stark deformiert, dass die Insassen des Wagens in drei Fällen schwer und und in zwei Fällen leicht verletzt wurden.

Wie die Polizei am Mittwoch berichtet, haben Zeugen beobachtet, dass der VW zunächst auf dem linken Fahrstreifen unterwegs war, dann „ohne
ersichtlichen Grund” auf den rechten Fahrstreifen wechselte und geradewegs, „nahezu ungebremst″ unter die Sattelzugmaschine fuhr.

Fotostrecke: A1 nach Zusammenstoß gesperrt - Fünf Schwerverletzte

Vier der Personen konnten sich bis zum Eintreffen der ersten Rettungskräfte selbst aus dem Fahrzeugwrack befreien, ein weiterer Verletzter musste mit schwerem technischen Rettungsgerät aus dem Wagen gerettet werden. Er erlitt schwerste Verletzungen, wie Feuerwehr-Einsatzleiter Hartwig Hübner aus Lengerich auf Nachfrage erklärte.

Hübner: „Wie die anderen Personen aus dem Wagen herausgekommen sind, können wir so nicht sagen. Wir hatten fünf Rettungswagen und zwei Rettungshubschrauber hier, damit wir erstmal die Patienten hier versorgen konnten. Anschießend sind zwei der Verletzten in Kliniken geflogen worden, die anderen sind auf umliegende Krankenhäuser verteilt worden.“

Wie es zu dem dramatischen Auffahrunfall kommen konnte, ist derzeit noch unklar. Der Fahrer des Sattelzuges blieb unverletzt, die Autobahnpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. 

Nach der Bergung wurde die Sperrung am Abend nach etwa zwei Stunden wieder aufgehoben.

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