Mi., 31.05.2017

Brauchtum Schützenvereine sind in Westfalen wieder angesagt

Ein Lied, zwo, drei, vier: Das Schützenwesen ist Teil der westfälischen Kultur.

Ein Lied, zwo, drei, vier: Das Schützenwesen ist Teil der westfälischen Kultur. Foto: imago

Schützenvereine fiel es in der jüngsten Vergangenheit nicht immer leicht, Nachwuchs zu finden. Darum überrascht die Nachricht schon, dass sich die Zahl der Schützen nach Jahren der Flaute in Westfalen wieder positiv entwickelt. Das jedenfalls meldet der Nachrichtendienst „Westfalen heute“.

Von Elmar Ries

Allein der Westfälische Schützenbund, in dem knapp 900 Vereine aus der Region organisiert sind, zählte Ende vergangenen Jahres 81.808 Mitglieder. Das waren zwar etwas weniger als 2015 (82.613 Mitglieder), jedoch mehr als noch vor fünf Jahren, als die Zahl der Schützenbrüder noch deutlich unter der Marke von 80.000 lag.

Zu den Gründen für den Zuwachs der vergangenen Jahre gehören eine überar­beitete Aufteilung der Schützenkreise, aber auch neue Angebote der Vereine. „Durch Lichtsportgewehre haben wir die Möglichkeit, auch Kinder unter zwölf Jahren in unseren Sport zu integrieren. Damit haben wir neue Wege beschritten, die sehr gut ankommen“, sagt Philipp Schulz, Sprecher des Westfälischen Schützenbundes. Für die Zukunft geht er von weiterhin steigenden Mitgliederzahlen aus, „jedoch in einem langsamen Tempo“.

Auch aus der Schützenstudie „Visionen 2025“ der Veltins-Brauerei geht hervor, dass die Schützenvereine in Westfalen zuversichtlich in die Zukunft blicken. Laut der Erhebung ist die Sorge um den Fortbestand der Schützenvereine bei den meisten befragten Vorständen eher klein. Sorgen bereiten den Schützen eher zunehmende behördliche Reglementierungen, die von 78,2 Prozent der Umfrageteilnehmer als „große Belastung“ empfunden werden.

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