Zum Tod von Constantin Freiherr Heereman
Ein Kämpfer für Landwirte und Jäger

Hörstel -

Constantin Freiherr Heereman von Zuydt­wyck ist am Mittwoch gestorben . Er wurde 85 Jahre alt. Bekannt für seinen Mutterwitz und Bauernschläue, setzte „der Baron“ sich zeitlebens für seine Heimat, das Münsterland, ein.

Donnerstag, 27.07.2017, 07:07 Uhr

Freiherr Heereman sprach im vergangenen Jahr beim Tag der Landwirtschaft.
Freiherr Heereman auf der Surenburg in Hörstel-Riesenbeck. Foto: Jürgen Peperhowe

Heereman war über drei Jahrzehnte als Bauernpräsident ein engagierter Repräsentant der deutschen Landwirtschaft. In dieser Aufgabe ist er unbeirrt für den Strukturwandel eingetreten.

Geboren wurde Heereman am 17. Dezember 1931 in Münster. 1967 übernahm der gelernte Landwirt das Amt des Vorsitzenden des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Tecklenburg, zwei Jahre später wurde er Präsident des Deutschen Bauernverbandes, den er bis 1997 durch eine wechselvolle europäische Landwirtschaftspolitik steuerte. Auch bei dieser Aufgabe vergaß Heereman nie seine Wurzeln: das landwirtschaftlich geprägte Münsterland. Er setzte sich immer leidenschaftlich für die Interessen des ländlichen Raums ein.

Stationen aus dem Leben von Constantin Freiherr Heereman von Zuydtwyck

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  • Idyllisches Plätzchen: Constantin Freiherr Heereman 2002 vor der Surenburg in Riesenbeck.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Constantin Freiherr Heereman von Zuydtwyck (Archivbild von 2002)

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Constantin Freiherr Heeremann (r.) beim Bundesjägertag 2003 in Münster.

  • Constantin Freiherr Heereman von Zuydtwyck

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Constantin Freiherr Heeremann empfing beim Bundesjägertag 2003 in Münster unter anderem Bundesinnenminister Otto Schily (M., SPD).

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Constantin Freiherr Heeremann zu Besuch auf der Messe „Jagd & Hund 2004“ in Dortmund.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Constantin Freiherr Heeremann (r.) zu Besuch auf der Messe „Jagd & Hund 2004“ in Dortmund.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Constantin Freiherr Heeremann (Archivbild vom 10.9.1993).

    Foto: dpa
  • Lachend prostete 1997 der seinerzeit neu gewählte Bauernpräsident Gerd Sonnleitner (l.) in Bonn seinem Vorgänger Constantin Freiherr Heeremann zu.

    Foto: dpa
  • Idyllisches Plätzchen: Constantin Freiherr Heereman 2002 vor der Surenburg in Riesenbeck.

  • Auf ein Bierchen: Constantin Freiherr Heereman (l.) feierte 2001 seinen 70. Geburtstag mit dem mittlerweile verstorbenen NRW-Ministerpräsidenten und Bundespräsidenten Johannes Rau (SPD).

    Foto: Jürgen Peperhowe

Bekannt für Mutterwitz und Bauernschläue

Heereman, der oft liebevoll der „Baron“ genannt wurde, war bekannt für seinen Mutterwitz und Bauernschläue. Zudem vertrat er stets neben den Interessen der Landwirte auch die der Jäger. Als er 1997 das Amt des Bauernpräsidenten aufgab, dachte er noch lange nicht an Ruhestand. Er wechselte den Präsidentenstuhl vom Deutschen Bauern- zum Deutschen Jagdschutzverband.

Der weit über die Grenzen seiner Heimat in Riesenbeck bekannte Freiherr Heereman wurde aufgrund seiner Verdienste mehrfach ausgezeichnet. Unter anderem erhielt er im Jahr 2015 für sein Engagement für die europäische Einigung die Europamedaille der CDU /CSU-Gruppe in der EVP-Fraktion des Europäischen Parlaments.

Heereman machte – unter anderem in seinen Kamingesprächen auf der Surenburg in Riesenbeck – immer wieder aufmerksam auf die Sorgen und Nöte der Bauern und Jäger. Außerdem lag ihm die Reiterei sehr am Herzen.

Laschet: „herausragende Persönlichkeit“

Heereman, der zudem von 1983 bis 1990 seine Heimat im Deutschen Bundestag als CDU-Abgeordneter vertrat, war als Interessenvertreter bemüht, vertrauensvolle Kontakte zu allen Parteien zu pflegen. Die Stadt Hörstel hatte Heereman 2012 zu ihrem ersten und einzigen Ehrenbürger ernannt.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) nannte Herreman eine „herausragende Persönlichkeit, die zeitlebens für die Menschen des ländlichen Raums eingetreten ist. Seine Stimme für eine verantwortungsvolle Landwirtschaftspolitik, die er auch nach seinem Ausscheiden aus dem Amt des Bauernpräsidenten erhob, wird uns sehr fehlen.“

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