Sa., 23.09.2017

Kirchengemeinde will Pfarrzentrum und Sakralraum bauen Späte Liebe für 50er-Jahre-Kirche

Die St.-Josef-Kirche in Greven soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.

Die St.-Josef-Kirche in Greven soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Foto: bn

Greven - 

Neu für Alt. Grevens katholische Gemeinde St. Martinus will eine ihrer sechs Kirchen abreißen. St. Josef soll weichen. An ihrer Stelle soll ein Zentrum mit einer kleineren Kirche entstehen. Alles ist eingefädelt, der Architektenwettbewerb läuft – da bildet sich eine politische Phalanx gegen den Abriss.

Von Günter Benning

Von den Grünen bis zur CDU entdecken Politiker ihre Neigung zum Backsteinbau im Look der 50er Jahre. Er gebe dem Josefsviertel Identität, meint Grünen-Fraktionschef Dr. Michael Kösters-Kraft. „Ich will, dass sie bleibt“, stützt ihn CDU-Mann Jürgen Diesfeld. Auch die Mitglieder des Gestaltungsbeirats, ausgewiesene Architekturkenner, hielten die Bausubstanz für „erhaltenswert“. Wenn sie auch Verständnis für die Gemeinde zeigten.

Jüngster Schlagabtausch: Grevens Planungsausschuss vertagte ein Bebauungsplanverfahren, das die Erweiterung der benachbarten St.- Josef-Kita ermöglicht hätte. Der Plan hätte auch Vorgaben für das Kirchenareal gemacht. Ein Protest mit Selbstverletzungspotenzial. Denn die politische Gemeinde hatte die Kirchengemeinde gedrängt, neue Kitagruppen zu bauen.

In der Kirchengemeinde kann man die neue Liebe für St. Josef nicht nachvollziehen. Verwaltungsreferent Michael Hüttermann: „Wir haben die einmalige Chance, eine neue Kirche zu bauen. Wer hat das heute noch?“

Leserkommentare

Google-Anzeigen

immomarkt.ms Anzeigen

Wohnungen, Häuser, Grundstücke und gewerbliche Immobilien aus Ihrer Region

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5172130?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F