Di., 24.10.2017

Haftbefehl erlassen 20-Jähriger nach Messerstecherei lebensgefährlich verletzt

Haftbefehl erlassen: 20-Jähriger nach Messerstecherei lebensgefährlich verletzt

Foto: Jens Keblat

Rheine - 

(Aktualisiert) Bei einer Messerstecherei in einem Mehrfamilienhaus in Rheine sind am Sonntag zwei Menschen verletzt worden, einer davon schwer. Am Montag erließ ein Richter Haftbefehl wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung.

Ausgangspunkt der Messerstecherei war ein eskalierter Streit, berichtet die Polizei. Bei der anschließenden Auseinandersetzung wurde ein 20-Jähriger mit einem Messer lebensgefährlich verletzt. Der Angegriffene wohnt zusammen mit dem mutmaßlich Tatverdächtigen in einer Unterkunft für Monteure. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hatte es in dem Gebäude, in dem offenbar mehrere Männer wohnen, eine Auseinandersetzung gegeben,  berichtet MV digital.

Womöglich unter Alkoholeinfluss habe der eine Mann den anderen beschuldigt, ihm etwas gestohlen zu haben. Die Situation schaukelte sich derart massiv hoch, dass sich die Auseinandersetzung aus einer Wohnung in den Hausflur verlagerte, wo einer der beiden Kontrahenten schließlich ein Messer zückte und zustach. Der Polizei gelang es nur unter Mühe, die mehr als angespannte Lage in dem Hausflur unter Kontrolle zu bringen. 

44-jähriger Tatverdächtiger festgenommen

"Nach ersten Erkenntnissen geriet der Rumäne mit einem 44-jährigen Landsmann in einen verbalen Streit", beschrieb Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt die Situation. Dieser Streit entwickelte sich in eine körperliche Auseinandersetzung in dessen Verlauf der Ältere den 20-Jährigen möglicherweise mit einem Messer verletzt hat. "Die Hintergründe sind bislang unklar", sagte Botzenhardt weiter. Die durch die Zeugen alarmierten Polizisten nahmen den 44-Jährigen noch in der Unterkunft fest. Eine Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen.

In der Vernehmung bestreitet er den Messerangriff. Die Staatsanwaltschaft beantragte am Montag Haftbefehl wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung. Der Richter folgte dem Antrag.

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