Do., 07.12.2017

Haushaltsplan des Bistum Münster für 2018 639 Millionen Euro an Aufwendungen

Haushaltsplan des Bistum Münster für 2018: 639 Millionen Euro an Aufwendungen

Anders als andere deutsche Bistümer steht das münsterische wirtschaftlich nach wie vor gut da. Foto: Gunnar A. Pier

Münster - 

Das Bischöfliche Generalvikariat hat am Donnerstag in Münster den Haushaltsplan des Bistums für das Jahr 2018 veröffentlicht. Darin geht das Generalvikariat für den NRW-Teil von 639,5 Millionen Euro an Aufwendungen aus. 

Von Elmar Ries

Die Gesamterträge sind mit 658,5 Millionen Euro kalkuliert, folglich ergibt sich ein rechnerischer Überschuss von rund 19 Millionen Euro. Dieser soll einer neuen Ausgleichsrücklage zugeführt werden, erklärte die Pressestelle. Diese dient als eine Art Finanzpuffer. Sollten die Ausgaben künftig die Einnahmen übersteigen, kann der Fehlbetrag über die Ausgleichsrücklage ausgeglichen werden.

Die Eröffnungsbilanz für das Bistum, also die exakte Gegenüberstellung von Erträgen und Aufwendungen, soll der Kirchensteuerrat im kommenden Jahr feststellen. „Wir wollen so für noch mehr Transparenz in unseren Finanzangelegenheiten sorgen“, erklärte der Finanzchef des Bistums, Ulrich Hörsting.

Kindertageseinrichtungen & Schulen

Der Haushaltsplan führt insbesondere die Transferleistungen auf; das sind Finanzübertragungen des Bistums an Dritte wie beispielsweise Kirchengemeinden, so­ziale Einrichtungen, Schulen und Bildungseinrichtungen. Sie werden für 2018 auf rund 252 Millionen Euro beziffert. Der mit Abstand größte Anteil fließt mit 247,3 Millionen Euro in die Kirchengemeinden.

Allein für die Kindertageseinrichtungen stellt das Bistum rund 33 Millionen Euro zur Verfügung. Den zweitgrößten Aufwendungsbereich bilden die katholischen Schulen mit 182,8 Millionen Euro, wobei es hier auch Zuschüsse von Land und Kommunen in Höhe von 150 Millionen Euro gibt.

Bei den Erträgen ist die Kirchensteuer mit kalkulierten 444,4 Millionen Euro der mit Abstand größte Posten. Für 2018 rechnet das Bischöfliche Generalvikariat hier mit steigenden Einnahmen, „in den kommenden zwei Jahrzehnten“ stellt sich das Bistum jedoch „auf einen Kirchensteuerrückgang von über 30 Prozent ein“, so Hörsting. Vor diesem Hintergrund seien die Allgemeinen Rücklagen in Höhe von derzeit rund 423 Millionen Euro „nicht als frei verfügbares Vermögen misszuverstehen“.

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