Rathaus in Bocholt
Die Energieschleuder auf der Insel

Bocholt -

Sein Dach ist undicht und das Rathaus so schlecht gedämmt, dass es als größte Energieschleuder der Stadt gilt. Seit November 2016 steht es unter Denkmalschutz. Die Politik erfuhr davon im März aus der Zeitung. Und war ziemlich schockiert. Seitdem sind ein Abriss und ein Neubau vom Tisch. Eine Sanierung ist nicht mehr so einfach und nur in Absprache mit dem Kölner Architekturbüro Böhm möglich.

Donnerstag, 28.12.2017, 20:12 Uhr

 
 

Gottfried Böhm ließ das Rathaus von 1974 bis 1977 auf eine Insel in der Bocholter Aa bauen. Er erhielt 1986 den Pritzker-Preis für sein Lebenswerk, eine Art Oscar für Architektur. Heute leitet sein Sohn das Büro in Köln.

Im Mai gab es eine erste Kostenschätzung, was eine Sanierung kosten könnte. Ergebnis: mindestens 37,5 Millionen Euro. In den Jahren zuvor war überlegt worden, mit der Verwaltung (auch) in ein anderes Gebäude zu ziehen. Einige Politiker im Rat meinen ­übrigens, das denkmalgeschützte Rathaus einfach als Denkmal stehen zu lassen und an anderer Stelle ein neues Rathaus zu bauen. Oder, wie Bürgermeister Peter Nebelo es sagt: „Hamburg hat die Elbphilharmonie, Berlin den Flughafen – und Bocholt ein Denkmal auf einer Insel.“

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