Rosenmontagsbilanz der Polizei
Fast alle Jecken im Münsterland feiern friedlich

Münsterland -

Große Menschenmengen in Kombination mit viel Alkoholgenuss bedeutet für die Polizei an Karneval eine Menge Arbeit. Im Münsterland verlief der Rosenmontag zwar vergleichsweise ruhig. Für einige Narren endete er aber im Krankenhaus oder im Polizeigewahrsam.

Dienstag, 13.02.2018, 08:02 Uhr

Rosenmontagsbilanz der Polizei: Fast alle Jecken im Münsterland feiern friedlich
Wenn die Jecken nach Hause gehen, beginnt für die Straßenreiniger die Arbeit. Foto: Günter Benning

Die Karnevalszüge in den Städten Ahlen, Beckum, Sendenhorst, Warendorf und in der Gemeinde Liesborn waren nach Angaben der Polizei des Kreises Warendorf erneut ein Zuschauermagnet. Während die Mehrzahl die fünfte Jahreszeit ausgelassen und friedlich feierte, gab
es dennoch einige Streitsüchtige, die in das Visier der Polizei gerieten. "In der Rückschau betrachtet verliefen die Karnevalstage im Kreis Warendorf friedlich. Die starke polizeiliche Präsenz hat sich bewährt", resümierte die Einsatzleiterin, Polizeidirektorin Andrea Mersch-Schneider.

In Beckum rückte die Polizei zu mehreren karnevalsbedingten Einsätzen aus. Für einen 36-jährigen Beckumer im endete einer dieser Einsätze in Gewahrsam. Der Mann trat einen bisher unbekannten Geschädigten und zeigte sich auch gegenüber den Einsatzkräften uneinsichtig und aggressiv.
Eine 21-jährige Beckumerin meldete den Diebstahl ihrer Handtasche samt Handy, eine 14-Jährige war so betrunken, dass sie in ein Krankenhaus gebracht werden musste.

Die meisten Einsätze in Sendenhorst

In Ahlen musste sich die Polizei um zwei Kinder kümmern. In einem Fall meldeten die Eltern ihr Kind als vermisst. In dem zweiten Fall hielten Passanten ein Kind fest, dass seine Angehörigen offensichtlich verloren hatte. Die Beamten führten die Familien wieder zusammen. In Warendorf waren die Beamten neben der Zugsicherung nur wenig gefordert.

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Die meisten polizeilichen Einsätze fielen bisher in Sendenhorst  an, teilte die Polizei mit. Zwölf junge Jecken brachte die Polizei in die Jugendschutzstelle. Am Nachmittag nahmen Beamte einen 19-jährigen Drensteinfurter in Gewahrsam, nachdem er die Einsatzkräfte beleidigt, bedroht und ihnen Widerstand geleistet hatte. Darüber hinaus leiteten die Beamten drei Strafverfahren wegen Körperverletzung ein, bei denen zwei Personen leicht und eine schwer verletzt wurde. Ebenfalls in Sendenhorst wurde eine Rettungssanitäterin bei einem Einsatz verletzt. Eine Frau verletzte sie durch einen Tritt in die Rippen.

50.000 Narren an Bocholts Straßen

Im Kreis Coesfeld beschränkten sich die Einsätze der Polizei am Rosenmontag auf zwei Umzüge. Während beim Dorfumzug in Hohenholte etwa 800 Zuschauer am Straßenrand standen, verfolgten rund 2000 Besucher den Karnevalsumzug in Nottuln. Bei beiden Umzügen gab es keine besonderen Vorkommnisse, sodass die Polizeikräfte einen recht ruhigen Nachmittag verlebten. Anders wird dies vermutlich am heutigen Veilchendienstag sein, an dem im Kreis Coesfeld mehrere Umzüge stattfinden - der größte in Olfen.

Die Rosenmontagsumzüge und die anschließenden Feierlichkeiten im Kreis Borken verliefen bis jetzt ohne größere Vorkommnisse, meldete die Kreispolizei Borken am Montagabend. Ihren Angaben zufolge besuchten in Bocholt etwa 50.000 Menschen den Umzug, in Stadtlohn standen etwa 15.000 Karnevalisten am Straßenrand. Die weiteren Besucherzahlen: Ahaus-Wüllen: ca. 8500, Ahaus-Ottenstein: ca. 7500, Raesfeld: ca. 3500, Velen: ca. 2500, Borken-Weseke: ca. 2500.

Die Karnevalsumzüge im Kreis Steinfurt sind weitestgehend störungsfrei und ohne besondere Vorkommnisse verlaufen. Das teilt die Polizei in einer Pressemitteilung mit. Am Karnevalswochenende wurde sie demzufolge gesamten Kreisgebiet zu 78 karnevalsbedingten Einsätzen gerufen.

Ruhestörungen, hilflose und randalierende Personen sowie zahlreiche Körperverletzungen waren dabei die Ursache für die Einsätze. Am gesamten Wochenende sind die Beamten zu insgesamt 24 Körperverletzungsdelikten gerufen worden, 13 davon am Rosenmontag. Das Geschehen rund um den Karneval bewertete die Polizei trotz der zahlreichen Körperverletzungsdelikte als eher ruhig.

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