Sanierungskonzept
Paracelsus-Kliniken streichen 400 Arbeitsplätze

Osnabrück -

Die In­solvenz der Klinik-Gruppe Paracelsus mit Hauptsitz in Osnabrück führt zum Abbau von 400 der derzeit 5200 Arbeitsplätze. Auch in der Zentrale in Osnabrück würden 20 von aktuell 80 Vollzeitstellen wegfallen. 

Dienstag, 13.02.2018, 19:02 Uhr

Sanierungskonzept: Paracelsus-Kliniken streichen 400 Arbeitsplätze
Die Paracelsus-Kliniken hatten kurz vor Weihnachten In­solvenz in Eigenverwaltung beantragt. Foto: Friso Gentsch/dpa

Hinzu kämen 30 von 330 Arbeitsplätzen in der Osnabrücker Klinik, die rote Zahlen schreibe, berichtete der Generalbevollmächtigte Reinhard Wichels am Dienstag am Firmensitz.

Die Paracelsus-Kliniken, die an 23 Standorten insgesamt 40 medizinische Einrichtungen betreiben, hatten kurz vor Weihnachten In­solvenz in Eigenverwaltung beantragt.

Neben dem zentralen Standort Osnabrück sind auch Kliniken in Henstedt-Ulzburg (Schleswig-Holstein), Reichenbach und Zwickau (beide Sachsen) von den Stellenstreichungen betroffen. Die Klinik in Karlsruhe-Durlach werde komplett geschlossen, hieß es. Der Arbeitsplatzabbau ist laut Wichels nicht allein durch natürliche Fluktuation zu bewältigen, betriebsbedingte Kündigungen seien unvermeidlich.

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Wichels zeigte sich zuversichtlich, dass derzeit laufende Verhandlungen mit Betriebsräten und potenziellen Investoren bis spätestens Mitte des Jahres erfolgreich abgeschlossen werden könnten. Dann werde die Neu­ausrichtung von Paracelsus stehen. Das Defizit der Gruppe beträgt 25 Millionen € .

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