70-Millionen-Euro-Investition
Laschet weiht High-Tech-Anlage ein

Ibbenbüren -

Im Chemiepark Ibbenbüren-Uffeln ist am Dienstag eine neue Membranelektrolyse in Betrieb genommen worden. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet war dabei, als die 70-Millionen-Euro-Investition startete. Für diesen High-Tech-Meilenstein wurde ein ­Joint-Venture von Evonik Industries und AkzoNobel Specialty Chemicals unter dem Namen Neolyse Ibbenbüren GmbH gegründet. Betrieben wird die neue Anlage, die die alte Produktion auf Quecksilberbasis ersetzt, von AkzoNobel.

Mittwoch, 14.02.2018, 08:02 Uhr

Strom an: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet legt gemeinsam mit den Vorstandsvorsitzenden Christian Kullmann (Evonik; l.) und Werner Fuhrmann (AkzoNobel) den Schalter zur Inbetriebnahme der neuen Membranelektrolyse um.
Strom an: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet legt gemeinsam mit den Vorstandsvorsitzenden Christian Kullmann (Evonik; l.) und Werner Fuhrmann (AkzoNobel) den Schalter zur Inbetriebnahme der neuen Membranelektrolyse um. Foto: Weßling

130 000 Tonnen Kalilauge und 82 000 Tonnen Chlor werden pro Jahr produziert. Evonik übernimmt die Kalilauge, die zum Beispiel in Nahrungs-, Futter- und Pflanzenschutzmitteln verarbeitet wird. AkzoNobel vermarktet Chlor und Wasserstoff. Chlor wird gebraucht bei der Herstellung von Papier, Desinfektions- oder Arzneimitteln sowie Kunststoffen. Der Wasserstoff wird bei der Verarbeitung fossiler Brennstoffe genutzt.

Bedeutung für ganz NRW

Ministerpräsident Laschet nannte die Inbetriebnahme ein „Ereignis mit Bedeutung für das ganze Land NRW, für das die chemische Industrie ein großer Standortvorteil ist.“

Beeindruckt zeigte er sich von den ökologischen und ökonomischen Vorteilen: Mit der Stromersparnis in der täglichen Produktion könnten die Städte Ibbenbüren und Rheine komplett mit Energie versorgt werden.

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