Miss Germany
Burgsteinfurterin fliegt jedes Jahr ins Miss-Germany-Camp

Burgsteinfurt/JandÍa -

Normalerweise hat Angelika Kuba selbst Fön, Kamm und Schere in der Hand: Seit 23 Jahren arbeitet die Wahl-Burgsteinfurterin im „Prima-Friseur“-Salon von Willi Hoge an der Meteler Stiege. Einmal im Jahr tauscht sie aber die Rollen, nämlich wenn sie ihre Familie ins Miss-Germany-Camp begleitet.

Mittwoch, 14.02.2018, 15:02 Uhr

Rollentausch: Statt wie in Burgsteinfurt selbst mit Fön, Kamm und Schere zu arbeiten, lässt Angelika Kuba im Miss Germany Camp andere ran – und hütet sich ganz bewusst davor, ihnen in die Arbeit hineinzureden.
Rollentausch: Statt wie in Burgsteinfurt selbst mit Fön, Kamm und Schere zu arbeiten, lässt Angelika Kuba im Miss Germany Camp andere ran – und hütet sich ganz bewusst davor, ihnen in die Arbeit hineinzureden. Foto: Bernd Schäfer

Und diese Familie ist groß: 22 Kandidatinnen, dazu einriesiger Tross aus Fotografen, Visagisten, Friseuren, Trainern und Medienvertretern. Die meisten kommen schon seit Jahren in den jeweils zehntägigen Camps zusammen.

Zuerst waren die Treffen geheim

„Es ist schön, dass alles wie eine große Familie ist. Das sind alles ganz nette Menschen, wir begrüßen uns schon beim Abflug aus Deutschland wie alte Freunde“, freut sich Angelika Kuba auf die jährlichen „Familientreffen“ unter südlicher Sonne, in diesem Jahr auf der Kanareninsel Fuerteventura.

In den ersten Jahren hat sie daraus ein Geheimnis gemacht: „Wir sind doch eine einfache Familie – ich wollte nicht, dass es so aussieht, als ob ich damit angeben will.“

Angelika Kuba (l.) begleitet Tochter Ines und Schwiegersohn Ralf Klemmer immer wieder gerne ins Miss-Germany-Camp.

Angelika Kuba (l.) begleitet Tochter Ines und Schwiegersohn Ralf Klemmer immer wieder gerne ins Miss-Germany-Camp. Foto: Bernd Schäfer

Erst Miss Germany , dann Queen of the World

Dabei ist ihre Familie alles andere als „normal“, jedenfalls in beruflicher Hinsicht: Tochter Ines gewann 1992 den Titel der Miss Germany, im Jahr darauf wurde sie gar zur „Queen of the World“ gewählt.

In dieser Zeit lernte sie Ralf Klemmer kennen, der damals noch gemeinsam mit seinem Vater Horst die Miss Germany Corporation leitete. Aus den beiden wurde ein Paar, 1995 wurde geheiratet – heute leiten Ralf und Ines Klemmer die als Familienunternehmen aufgestellte Miss Germany Corporation. Und mit Angelika Kubas Enkel Max wird schon die nächste Generation ins Business rund um die schönsten Frauen Deutschlands eingearbeitet.

Jede hat ihren eigenen Stil

Obwohl das Stylen der Miss Germany-Kandidatinnen einen großen Teil des Camp-Alltags beansprucht und die Burgsteinfurterin gerne dabei zusieht: Selbst nimmt sie die Schere nie in die Hand. „Ich habe von Anfang an gesagt: Jeder hat seinen eigenen Stil. Und habe da nie reingeredet.“ Dennoch mache es ihr Spaß, die angesagten Szenestylisten zu beobachten: „Man lernt sehr viel.“

In den ersten Jahren war sie vor allem mit der Betreuung ihrer Enkelkinder beschäftigt, während Tochter und Schwiegersohn für Organisation und Disziplin im Campalltag sorgten. Das ist heute nicht mehr nötig – Enkel Max ist mittlerweile 21. Stattdessen bezeichnet sie sich selbst als „Mädchen für alles“: Wo immer es hakt, ist Angelika Kuba zur Stelle, steht den Mädchen und der Crew mit Rat und Tat zur Seite.

Vorbereitungscamp zur Miss Germany-Wahl 2018 auf Fuerteventura

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  • Bei den Foto-Shootings sind meistens gleich mehrere Kameras im Einsatz.

    Foto: Bernd Schäfer
  • Jeder Club hat seinen eigenen Clubtanz - und den lernten natürlich auch die Kandidatinnen.

    Foto: Bernd Schäfer
  • Richtig laufen ist gar nicht so leicht. Auf dem Sonnendeck bekamen die Kandidatinnen Tipps, wie sie es besser machen können.

    Foto: Bernd Schäfer
  • Aber auch hier galt, wie bei den meisten anderen Einheiten: Stets sind die jungen Frauen von unzähligen Kameras umringt.

    Foto: Bernd Schäfer
  • Am Ende des Einzeltrainings wurde der gemeinsame Auftritt geübt.

    Foto: Bernd Schäfer
  • Die amtierende Miss Germany Soraya Kohlmann (l.) sagte den Mädchen, was sie besser machen können. Hier tut sie das für Miss Nordrhein-Westfalen Alina Müllenborn (r.) ...

    Foto: Bernd Schäfer
  • .. und hier für Miss Süddeutschland Jennifer Giugliano.

    Foto: Bernd Schäfer
  • Siegerin der Talentshow wurde Miss Hamburg, die im bürgerlichen Leben Laura-Sophie Hering heißt und einen großen Vorteil hatte: Als Musicaldarstellerin eroberte sie die Zuschauer mit ihrem Gesang.

    Foto: Bernd Schäfer
  • Nach dem Sieg kam Laura-Sophie Hering an einer Zugabe nicht vorbei.

    Foto: Bernd Schäfer
  • Bei den Einzelshootings gehen die Fotografen auf die individuellen Charaktere der Kandidatinnen ein - wie hier bei Miss Hessen Derya Sipahi.

    Foto: Bernd Schäfer
  • Es müssen nicht immer Kleid und High Heels sein: Bei der Camp-Olympiade war die sportliche Seite der Mädchen gefordert.

    Foto: Bernd Schäfer
  • 22 junge Frauen auf einem Haufen - das bedeutet nicht zwangsläufig Zickenkrieg.

    Foto: Bernd Schäfer
  • Wenn es dann doch einmal eine freie Minute gab, standen Interviews auf dem Miss-Programm.

    Foto: Bernd Schäfer
  • Olympiasieger Lars Riedel brachte die jungen Damen ins Schwitzen.

    Foto: Bernd Schäfer

Geschichten über Stars und Sternchen

Mit der Geheimniskrämerei um die jährlichen Ausflüge war es übrigens vorbei, als Bekannte sie in einer Reportage über die Miss-Germany-Wahlen im Hintergrund entdeckten.

Die Befürchtungen, als Angeberin zu gelten, erfüllten sich nicht, stattdessen warten ihre Kunden und Bekannten im Salon an der Meteler Stiege schon darauf, ihre ganz persönlichen Berichte aus der Welt der Stars und Sternchen zu hören. Denn die gehören schließlich auch zum Campleben: Diesmal war es Olympiasieger Lars Riedel, der die Kandidatinnen in Form brachte.

Ihre Favoritinnen gewinnen nicht immer

Was sie dabei allerdings nicht geben kann, sind Tipps, welche der Kandidatinnen die nächste Miss Germany wird. „Ich bin ja über eine lange Zeit jeden Tag dabei, da habe ich natürlich meine Favoritinnen. Aber die setzen sich am Ende dann doch nicht immer durch – wer es wird, liegt in der Hand der Juroren.“

Nachdem am 24. Februar im Europapark Rust die nächste Miss Germany gekürt ist, beginnt schon die Vorfreude aufs nächste Jahr: „Es ist einfach schön, ich genieße das.“

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