Blindgängerfund
Splitterbombe in Coesfeld entdeckt - Entschärfung am Montag

Coesfeld -

(Aktualisiert) Umfangreiche Evakuierungsmaßnahmen stehen zu Beginn der kommenden Woche in Coesfeld an: Am Montag (19.2.) wird eine 10-Zentner-Splitterbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Entdeckt wurde der Blindgänger am Mittwoch bei routinemäßigen Untersuchungen vier Meter tief unter der Erde.

Donnerstag, 15.02.2018, 07:02 Uhr

Blindgängerfund : Splitterbombe in Coesfeld entdeckt - Entschärfung am Montag
Foto: dpa

Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Bezirksregierung Arnsberg hatten einen metallischen Gegenstand geortet. Aufgrund der Bodenbeschaffenheit und erforderlicher Sicherheitsmaßnahmen gestaltete sich das Freilegen des verdächtigen Gegenstandes am Mittwoch zunächst schwierig, berichteten die Stadt sowie die Kreispolizeibehörde Coesfeld in einer gemeinsamen Mitteilung.

Die Arbeiten kamen nur langsam voran. Am frühen Mittwochabend erlangten die Experten dann Gewissheit: Es handelt sich bei dem Fund um eine 10-Zentner-Splitterbombe aus dem Zweiten Weltkrieg .

Entschärfung am Montagmittag

Nach Bewertung der Auffindesituation und des Evakuierungsaufwandes wurde die Entschärfung der Bombe für Montagmittag (19.2. - gegen zirka 12.30 Uhr) terminiert. Dazu ist die Evakuierung eines 500m-Radius um den Fundort erforderlich, in dem jeglicher Aufenthalt während der Entschärfung verboten ist.

In einem um 250m erweiterten Sicherheitsradius ist "luftschutzmäßiges Verhalten" geboten, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Coesfeld und der Kreispolizeibehörde. Menschen dürfen sich hier nicht im Freien aufhalten und sollten sich in Gebäuden an der dem Fundort abgewandten Seite befinden. Die Stadt Coesfeld wird alle betroffenen Bewohner informieren.

Sperr- und Sicherheitsbereich wird evakuiert

Die Schulen und Kindergärten im Sperr- und Sicherheitsbereich werden am Montag geschlossen sein (DRK-Kindergarten Osterwicker Straße, Lambertikindergarten, Lambertischule, Nepomucenum, Theodor-Heuss-Schule, Liebfrauenschule, Pius-Gymnasium). Die betroffenen Verwaltungen (Rathaus, Kreisverwaltung, Finanzamt, Amtsgericht, Straßen NRW, Arbeitsagentur, Polizei) werden ab 12 Uhr für Besucher nicht mehr erreichbar sein.

Das Krankenhaus liegt im Sicherheitsbereich, in dem sich während der Entschärfung keine Menschen aufhalten dürfen. Für Notfälle wird die Anfahrt zum Krankenhaus per Shuttletransfer gewährleistet. Für von der Evakuierung betroffene Bewohner richtet die Stadt Coesfeld mit Unterstützung durch das DRK eine Betreuungsstelle am Pictorius-Berufskolleg ein.

Hotline für Bürgerrückfragen

Informationen während der Entschärfung und Evakuierung werden über die Homepage der Stadt Coesfeld und die NINA-Warn-App gegeben. Für Bürgerrückfragen richtet die Stadt Coesfeld eine Hotline unter der Rufnummer 0 25 41/ 93 95 49 zu den Dienstzeiten der Stadtverwaltung und zusätzlich am Samstag und Sonntag von 10 bis 12 Uhr ein.

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