Multiresistente Keime
Land will Gewässer genau überprüfen

Düsseldorf/Lotte -

Nach dem Nachweis multiresistenter Keime in niedersächsischen Flüssen und Seen fordern die Grünen im Landtag für NRW eine regelmäßige Überprüfung von Gewässern. Einer der von den Keimen betroffene Flüsse ist die Hase, die auch durch Lotte fließt.

Mittwoch, 14.03.2018, 19:03 Uhr

Norwich Rüße
Norwich Rüße Foto: Barbara Langer

Umweltministerin Christina Schulze Föcking (CDU) hat in einer Antwort an den Grünen-Agrarexperten Norwich Rüße angekündigt, dass ihr Ministerium 2019 landesweit Gewässer – auch Badeseen – untersuchen werde. Grundlage sei ein Forschungsprojekt über Methoden, wie die Keime beseitigt werden können. Bisher gebe es aber keine systematischen Proben, die auch die gegen Antibiotika resistenten Keime überprüfen, räumt die Ministerin ein. Aus ihrer Sicht liegt das Problem beim „sachgerechten therapeutischen Einsatz von Antibiotika bei Tier und Mensch“.

Den Grünen kommt die 2019 geplante Sonderuntersuchung zu spät. Dass die Keime in Niedersachsen von NDR-Journalisten und nicht von Behörden gefunden wurden, hinterlasse „ein mulmiges Gefühl“, sagte Rüße dieser Zeitung. „Daher erwarten die Menschen in NRW zurecht, dass der Zustand unserer Badeseen, Flüsse und Bäche umgehend geprüft wird – auch auf gefährliche multiresistente Keime.“

Der Landtag soll kommende Woche den Grünen-Antrag beraten, dass flächendeckende Untersuchungen vor Beginn der Badesaison in diesem Jahr laufen.

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