Probelauf für die Außengastronomie auf dem Markt
Wer bekommt wie viele Stühle?

Warendorf -

„Das ist noch nicht der letzte Stand“, sagte Ordnungsamtsleiter Holger Niemeyer mit Blick auf die derzeitige Anordnung der Tische und Stühle auf dem Marktplatz. Die Verwaltung nehme die Wünsche der Gastronomen, was die Sondernutzungsflächen angeht, zurzeit entgegen. Es finden noch Abstimmungsgespräche statt, so Niemeyer. Die Verwaltung begrüßt die Außengastronomie in Warendorfs guter Stube – allerdings mit Nutzungsregeln. Die sollen dieses Jahr allerdings noch nicht so richtig greifen. Ein Probelauf.

Dienstag, 17.04.2018, 04:04 Uhr

Noch nicht der letzte Stand: die Bestuhlung auf dem Marktplatz wird zurzeit nicht nur unter den Gastronomen, sondern auch in der Verwaltung heftig diskutiert. Eng wird es samstags vor dem Rathaus (kleines Foto) , wenn auch noch Markt ist
Noch nicht der letzte Stand: die Bestuhlung auf dem Marktplatz wird zurzeit nicht nur unter den Gastronomen, sondern auch in der Verwaltung heftig diskutiert. Eng wird es samstags vor dem Rathaus (kleines Foto), wenn auch noch Markt ist Foto: Joachim Edler

Der Kuchen, pardon, die Stühle auf dem Marktplatz werden neu verteilt. Welcher Gastronom bekommt wie viele Stühle? Diese Frage wird zurzeit auch innerhalb der Verwaltung diskutiert. Schaut man auf den Marktplatz könnte man meinen, dass alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. Doch hinter der Fassade brodelt es.

„Das ist noch nicht der letzte Stand“, sagte Ordnungsamtsleiter Holger Niemeyer mit Blick auf die derzeitige Anordnung der Tische und Stühle auf dem Marktplatz. Die Verwaltung nehme die Wünsche der Gastronomen, was die Sondernutzungsflächen angeht, zurzeit entgegen. Es finden noch Abstimmungsgespräche statt, so Niemeyer. Die Verwaltung begrüßt die Außengastronomie in Warendorfs guter Stube – allerdings mit Nutzungsregeln. Die sollen dieses Jahr allerdings noch nicht so richtig greifen. Man wolle sich die Situation nach Fertigstellung des Marktplatzes erst einmal anschauen, gab Baudirektor Peter Pesch jüngst im Fachausschuss die Devise aus, um dann im nächsten Jahr Nägel mit Köpfen zu machen. Die Vergabe der Sondernutzungsflächen gilt immer für ein Jahr. Berechnungsschlüssel für die Anzahl der Tische und Stühle vor der jeweiligen Tür des Gastronomen ist in der Regel die Größe des Ladenlokals, aber auch die Ladenfront spiele eine Rolle, wie Stadtpressesprecherin Lena Laukötter auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte. Es könne aber auch eine Kombination aus beidem sein.

Toni Pisanelli (In Mezzo) befürchtet, dass er beim Vergabeschlüssel für sein Eiscafé (ehemals Düwel) den Kürzeren zieht und hat bereits das Gespräch mit dem Ordnungsamt gesucht. Mit seinem Nachbarn (Extrablatt), habe er sich bereits geeinigt. Die Nachbarschaftshilfe ging soweit, dass Pisanelli seine Stühle für das Eiscafé direkt neben seinem Mitbewerber platzieren durfte.

Eng wird es allerdings samstags, wenn Markt ist. Dann knubbelt es sich vor dem Rathaus. Wenn auch noch Hochzeiten stattfinden, wie am vergangenen Sonntag im Stundentakt, dann stehen Marktbeschicker mittendrin im Hochzeitstrubel. Da wird der Anhänger vor dem Rathaus zur Bühne für Fotografen, reicht das Spalier bis zu Blumen und Skulpturen. Eine Entzerrung der Stände – Samstag waren es vier – in Richtung Marktgässchen ist aufgrund der Bestuhlung und Anordnung der Sonnenschirme zurzeit nicht möglich. Mittendrin statt außen vor. Und dann gibt es ja noch die Rettungsgasse, die frei gehalten werden muss, damit Feuerwehr und Polizei im Notfall ungehindert über den sanierten Marktplatz kommen. Es bleibt weiter spannend, wo letztlich Tische und Stühle stehen werden. Dieses Jahr bleibt es erst einmal ein Probelauf.

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