„Abend des Ehrenamts“
Mi., 15.02.2012
Ein Abend für das Ehrenamt
Auch in Alstätte hat das Ehrenamt einen hohen Stellenwert: Egal ob bei der Senioren- und Rentnergemeinschaft (links die Erste Vorsitzende Gertrud Olbring), der Feuerwehr (hier ein Feuerwehrmann bei einer Übung) oder im Verein (rechts Maria Bils, Vertrauensfrau bei „Familie in Not“), die Alstätter engagieren sich vielfältig.
Ahaus/Alstätte -
Wie man ehrenamtlich engagierte Bürger am besten ehrt und ihren Einsatz würdigt, darüber diskutieren die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses in ihrer jüngsten Sitzung.
|
|
Freiwilliges Engagement wird in Ahaus künftig einmal im Jahr mit einem „Abend des Ehrenamts“ gewürdigt, zu dem alle Ehrenamtlichen eingeladen werden. Das hat in seiner jüngsten Sitzung der Haupt- und Finanzausschuss einstimmig beschlossen.
Alle Fraktionen waren sich einig: Das Ehrenamt ist in Ahaus im sportlichen, kulturellen und sozialen Leben unverzichtbar. Daher müsse der Einsatz der Ehrenamtlichen regelmäßig gewürdigt werden. Über den Weg gab es allerdings zunächst unterschiedliche Ansichten. Die SPD favorisierte die Ehrenamtskarte NRW, die es in fast 150 Kommunen des Landes gibt – auch in Stadtlohn und Gronau. Das Land und die beteiligten Kommunen geben die Karte an Ehrenamtliche aus, die sich mindestens fünf Stunden wöchentlich oder 250 Stunden im Jahr für das Gemeinwohl engagieren. Die Karteninhaber erhalten Rabatte beim Besuch von Schwimmbädern, Kulturveranstaltungen oder auch bei beteiligten Einzelhändlern, Kinos und Hotels.
„Die Ehrenamtskarte bringt den Engagierten tagtägliche Vorteile. Sie hat damit eine breitere Wirkung als nur ein Abend für Ehrenamtliche“, warb Klaus Lambers für den SPD-Antrag, allerdings vergebens.
Unpraktikabel, zu teuer und zu bürokratisch, so lautete das Urteil der anderen Fraktionen. „Wie wollen wir die Grenze ziehen zwischen den Ehrenamtlichen, die eine Karte bekommen, und denen, die keine Karte bekommen?“, gab Reinhard Horst (FDP) zu bedenken. „Ich möchte die Diskussion in meinem Verein nicht führen. Die Karte ist gut gemeint, aber in der Praxis schwer durchführbar“, ergänzte Hubert Kersting (UWG). „Mit dem von der CDU und FDP vorgeschlagenen Abend für das Ehrenamt erreichen wir alle Ehrenamtlichen auf einfache Weise und bieten ihnen eine festliche und kommunikative Plattform“, so Thomas Vortkamp (CDU). Dietmar Eisele (Grüne) fand „beide Vorschläge sehr charmant“.
„Weil wir uns in unserem grundsätzlichen Ziel ja alle einig sind“, so Lambers, schloss sich die SPD – allerdings mit leichtem Bedauern – dem Mehrheitsvorschlag an.
Nun soll die Ahauser Stadtverwaltung bis Ende April einen konkreten Vorschlag ausarbeiten, wie die abendliche Ehrung des Ehrenamtes konkret aussehen soll.
