Ausstellung zum Thema Tod
Fr., 03.02.2012
Ein Koffer für die letzte Reise
Zum Abschied ein „Servus“: In der Ausstellung sind Koffer zu sehen mit Dingen, die Menschen auf ihre letzte Reise mitnehmen würden.
Ahaus-Alstätte -
Welche Dinge Menschen gerne mit in das Jenseits nehmen würden, damit befassten sich die Firmbewerber bei einem Ausflug nach Münster.
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„Knocking on Heaven‘s Door“: Das ist der Name einer Erlebnisausstellung in der münsterischen Jugendkirche „effata“, welche die Firmbewerber aus Alstätte jetzt besucht haben.
Wenn überhaupt über den Tod gesprochen wird, dann ist es meist der Tod anderer. Doch gerade das Nachdenken über die eigene Sterblichkeit und der Glaube an ein Leben danach gibt vielen Christen neuen Anstoß. Den Jugendlichen sei bei dieser Veranstaltung die Möglichkeit geboten worden, die Botschaft des Evangeliums als Hilfe zum Leben zu erfahren, berichten die Firmkatecheten.
Mithilfe erlebnisorientierter, jugendkultureller Impulse und Installationen in der Kirche wurden die Jugendlichen mit ihrer begrenzten Lebenszeit konfrontiert und auf die Reise zu ihren Himmelsvorstellungen geschickt. Auf diese gedankliche Expedition ging es zusammen mit der Religionspädagogin Mareike Doerenkamp und der ehrenamtlichen Begleiterin Steffi Ladwig. Gemeinsam erlebten die Teilnehmer einen Sarg, sahen sich vielfältige Todesanzeigen an und begaben sich per Kopfhörer auf einen Fantasieausflug über die Grenzen des irdischen Lebens hinaus.
Im Anschluss ging es in das Zentrum der Ausstellung: Dort stehen hundert Koffer, die auf die Initiative des Bestatters Fritz Roth hin von ganz unterschiedlichen Personen für ihre persönliche letzte Reise gepackt wurden. Ziel der Ausstellung ist es, beim Betrachter den eigenen inneren Routenplaner zu aktivieren und die Frage aufzuwerfen: Was kommt auf meine Packliste, und wohin geht die Reise? Und so notierten auch die Jugendlichen auf Karten die Dinge, die ihr Leben ausmachen und über den Tod hinaus Bestand haben sollen.
