Seniorenkarneval

Fr., 17.02.2012

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Lachsalven und eine flotte Samba

Seniorenkarneval : Lachsalven und eine flotte Samba

Das Dreigestirn mit Verstärkung: Jungfrau Gerd Terhürne, Bauer Hermann Nienhaus, Tanzmariechen Maria Gerwing und Prinz Hermann Olthues. Foto: Monika Haget

Ahaus-Alstätte - 

Halbherzige Diätversuche, ein Pürierstab statt neuer Zähne, Cognactests für Kuchenbäcker: Lustige Geschichten aus dem Alltag begeisterten das Publikum beim Alstätter Seniorenkarneval.

Von Monika Haget

„Ei, ei, ei, der Bock ist weg“, erklang es vielstimmig am Mittwochnachmittag im Saal Franke. Die Seniorengemeinschaft feierte Karneval und wurde von Josef Eling bestens musikalisch begleitet. Die Vorsitzende Gertrud Olbring hatte zuvor rund 80 Senioren zu einem bunten Programm begrüßt.

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Gleich zu Beginn stellten einige von ihnen die neueste Frühjahrsmode vor, ein Sackkleid, welches bei Figurproblemen ideal sei. Den Reigen der Büttenredner führte „die feine Dame“ (Maria Hilbring) an. Sie berichtete von ihren Diätversuchen mit der Essig-Diät – „ess ich oder ess ich nicht“.

Für etliche Lachsalven sorgte Maria Gerwing in ihrer Rolle als „Hertha“. Sie hielt sich an die Monddiät: „Nimmt der Mond zu, nehme ich auch zu – nimmt er ab, soll er doch!“

„Lisbeth“ (Brigitte Ulland) beklagte sich, dass man ihr statt neuer Zähne nur einen Pürierstab verschreiben wollte. „Kowalski“ aus Wanne-Eickel alias Fiete Hartmann ließ die Zuhörer in perfektem Ruhrpottdialekt an seinen Erlebnissen beim Hausbau teilhaben. „Schon der Bauantrag war eine Tortur des Grauens“, erinnerte er sich genervt.

Selbst die 82-jährige Marga Rensing wagte sich in die Bütt und las humorvoll ein Gedicht vom Hühnerhof vor.

Hinreißend spielte Ingeborg Franke einen Bäcker, der einen Kuchen für die Karnevalsveranstaltung backen wollte. Laut Rezept gehört eine ganze Flasche Cognac hinein, der jedoch immer wieder auf Geschmack, Konsistenz und Haltbarkeit geprüft werden sollte. Es kam schließlich, wie es kommen musste: Am Ende war die Flasche leer, der Bäcker betrunken und der Kuchen misslungen.

Unterbrochen wurden die Büttenreden von Tanz- und Schunkeleinlagen. Die Tanzgruppe der Seniorengemeinschaft unter der bewährten Leitung der 80-jährigen Anni Nienhaus aus Vreden legte eine flotte Samba aufs Parkett. Auch Roberto Blanco (Maria Terhaar) gab sich die Ehre und sang den Hit „Ein bisschen Spaß muss sein“.

Die Tanzgarde des VfB unter der Leitung von Britta Gerwing begeisterte das Publikum mit jugendlichem Temperament. Und zum finalen Höhepunkt präsentierte sich das diesjährige Dreigestirn mit dem Tanzmariechen.


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