Mo., 29.04.2013

Im Ahauser Schloss und in der Villa de Bank in Enschede stellt der Ahauser Kunstverein „Arthaus“ aus Exzess und Einschränkung in der Kunst

Ahaus - 

Nach einem erfolgreichen Auftakt geht die Ausstellungsreihe „Zu viel? Zu wenig?“ in die zweite Runde. Im Ahauser Schloss und der Villa de Bank in Enschede stellt der Ahauser Kunstverein „Arthaus“ reduziert und komplex gestaltete Kunstwerke gegenüber.

Seit Aristoteles halten es viele mit dem Leitsatz der „goldenen Mitte“. Auch der Buddhismus lehrt den „mittleren Weg“. Doch wie ist es damit in der Kunst? Gibt es dort so etwas wie das rechte Maß? Oder hat die Kunst, die mit Sehgewohnheiten brechen und oft provozieren will, ihre eigenen Regeln?

Das von dem Euregio-Projekt „Grenswerte“ geförderte Ausstellungsprogramm widmet sich dem Exzess und der Einschränkung in der Kunst. Dabei liegt es an den Ausstellungsbesuchern, sich ein Urteil darüber zu bilden, ob es so etwas wie ein Zuviel oder ein Zuwenig in der Kunst gibt.

Am 10. Mai um 20 Uhr eröffnet die Ahauser Ausstellung mit Werken von Gudrun Kattke, Paul Nassenstein und Katrin Paul. Am 12. Mai um 15 Uhr stellt „ Arthaus “ die Arbeiten von Doris Kaiser und Sebastian Mügge in Enschede vor.

Als Vertreterin eines üppigen Stils steht in der Ahauser Ausstellung Gudrun Kattke. Sie zeigt ihre „Table Town“: eine winzige Stadt aus Spielzeughäusern und zahlreichen Fundstücken, die auf einem Tisch und zwei Stühlen aufgetürmt sind. Dem gegenüber stehen Katrin Pauls zurückhaltend gestalteten Papierarbeiten, die beispielsweise Schmauchspuren aufweisen. Durch die raumübergreifende Anordnung der Arbeiten bricht sie aber mit ihrem zurückhaltenden Stil.

Auch Paul Nassensteins Malereien lassen sich nicht so einfach der einen oder anderen Position zuordnen. Einerseits sind sie grau gehalten und zeigen kahle architektonische Gebilde. Andererseits sind sie oft von einer Reihe rätselhafter kleiner Figuren bevölkert.

In der Villa de Bank steht Doris Kaiser als Vertreterin eines minimalistischen Stils. Sie erschafft weiße, rechteckige Kunstobjekte aus Ton und Gips. In Kontrast dazu stehen Sebastian Mügges aufwendig handbeschriftete Papierarbeiten. Mügge schafft beispielsweise Installationen aus unzähligen Einkaufszetteln oder aus Blättern, die mehrsprachig beschrieben sind.

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