Liegenschaftskonzept der Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt
Kirche stellt sich für die Zukunft auf

Ahaus-Alstätte -

Mit einem großen Gesamtkonzept will die Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt einen Teil ihrer Liegenschaften im Ortskern überplanen. Am Mittwoch (20. April) berät der städtische Planungsausschuss ab 19 Uhr im Ratssaal über den Antrag. Der sieht zunächst das Aufstellen eines Bebauungsplans und das Festsetzen eines städtebaulichen Konzeptes vor.

Samstag, 16.04.2016, 07:04 Uhr

Präsentieren die Pläne für das neue Nutzungs- und Bebauungskonzept: (v.l.) Bernhard Terhaar, Pfarrer Matthias Wiemeler, Alfred Baumeister, Verwaltungsleiter der Zentralrendantur Heinz Gewering, Stefan Woltering und Heinz Ahler. Das Pfarrheim (r.) soll abgerissen werden.
Präsentieren die Pläne für das neue Nutzungs- und Bebauungskonzept: (v.l.) Bernhard Terhaar, Pfarrer Matthias Wiemeler, Alfred Baumeister, Verwaltungsleiter der Zentralrendantur Heinz Gewering, Stefan Woltering und Heinz Ahler. Das Pfarrheim (r.) soll abgerissen werden. Foto: Rupert Joemann

Letztlich geht es um vier Punkte: den Neubau einer Kindertageseinrichtung/Abbruch des vorhandenen Kindergartens, den Abbruch des Pfarrheims, die Erweiterung der ehemaligen Vikarie zu einer Pflegeeinrichtung und den Neubau einer Seniorenwohnanlage.

Vor mehr als vier Jahren reiften die ersten Ideen. „Wir haben nach der besten Lösung gesucht“, sagt Heinz Gewering , Verwaltungsleiter der Zentralrendantur Ahaus. Das hat seine Zeit gebraucht. Mit den jetzt im Ausschuss zu behandelnden Plänen stellt die Kirchengemeinde ein in sich schlüssiges Gesamtkonzept vor. „Wir wollen die Liegenschaften für die nächsten 20, 30 Jahre neu aufstellen“, betont Gewering. Das dürfte, sofern die Politik zustimmt, mit dem neuen Konzept wohl gelingen.

Mit Alfred Baumeister und Stefan Woltering hat sich die Kirchengemeinde zwei Investoren mit ins Boot geholt, sodass die Kirchengemeinde selbst nicht investieren muss.

► Neubau einer Kindertageseinrichtung/Abbruch des vorhandenen Kindergartens: Hierzu tauscht die Kirchengemeinde mit dem Alstätter Alfred Baumeister in der nun zu überplanenden Fläche ein Grundstück. Auf seiner neuen Fläche baut Investor Baumeister den Kindergarten. Die Kirchengemeinde mietet diesen für mindestens 25 Jahre, so Heinz Gewering von der Zentralrendantur. Die Einfriedung des Geländes geht finanziell zu Lasten Baumeisters, die Anschaffung der Spielgeräte übernimmt die Kirchengemeinde.

Das Gebäude des jetzigen St.-Marien-Kindergartens ist von Anfang der 1950er-Jahre. Es lohne sich nicht mehr, in das Gebäude zu investieren, so Gewering. Es soll abgerissen werden.

Sollte der Planungsausschuss am Mittwoch und der Rat am 3. Mai den Plänen zustimmen, soll der neue Kindergarten spätestens zum Kindergartenjahr 2017/2018 eröffnet werden. Solange wird der alte Kindergarten weiter genutzt.

Der neue Kindergarten bietet drei Gruppen Platz. Das bisherige Gebäude ist zwar für vier Gruppen ausgelegt, aktuell wird es aber von drei Gruppen genutzt.

► Das Pfarrheim soll abgerissen werden. Die freiwerdende Fläche soll vom neuen Kindergarten als Außenspielfläche genutzt werden. „Wir können aber das Pfarrheim solange nutzen, bis der neue Kindergarten fertig ist“, betont Bernhard Terhaar, Haushaltsbeauftragter der Kirchengemeinde.

Für die Offene Jugendarbeit ist eine Interimslösung im Gebäude der Annette-von-Droste-Hülshoff-Schule angedacht, heißt es in der Beschlussvorlage. Erste Gespräche diesbezüglich habe es mit der Stadt schon gegeben, so die Verantwortlichen.

Auf Dauer möchte die Kirchengemeinde ein neues Pfarrheim in Nähe der Kirche errichten, wie Pfarrer Matthias Wiemeler betont. Entsprechende freie Flächen in Gemeindebesitz seien vorhanden.

► In der seit Mitte 2014 leer stehenden ehemaligen Vikarie will der Alstätter Stefan Woltering den Verwaltungssitz seiner Sozialstation einrichten. Die Gemeinde möchte das Gebäude verkaufen und das Grundstück Woltering auf Erbpacht überlassen. „Die Vikarie wird äußerlich nicht verändert“, stellt Woltering klar. Das solle auch Vertragsbestandteil werden, so Bernhard Terhaar. „Die Vikarie ist eines der wenigen nach dem Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg erhaltenen Gebäude im Ortskern“, sagt Terhaar.

Neben die ehemalige Vikarie will Woltering einen eingeschossigen Flachdach-Anbau für eine Tagespflege mit zwölf Plätzen bauen. „Eine Betreuung an fünf Tagen in der Woche ist die Regel, wir überlegen, ob wir sieben Tage anbieten“, sagt Woltering.

► Auf den von der Kirchengemeinde nicht mehr benötigten Flächen plant Woltering eine Seniorenwohnanlage mit 22 bis 24 Wohnungen. Hier will er Betreutes Wohnen anbieten. Die Gebäude sollen um einen zentralen Innenhof gruppiert werden. Die Wohnungsgröße liegt zwischen 52 und 78 Quadratmetern. Die Fläche will er über das Erbbaurecht pachten.

Sowohl in der Tagespflege als auch dem Betreuten Wohnen verfügt der Alstätter durch seine bisherigen Standorte in Stadtlohn und Rheine über langjährige Erfahrung.

Mit dem Bau der Seniorenwohnanlage möchte Stefan Woltering nach dem Abriss des alten Kindergartens beginnen – also Mitte 2017. Er rechnet dann mit einer Bauzeit von rund einem Jahr.

Die Idee, die hinter dem umfangreichen Gesamtkonzept der Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt steht, sei das Mehrgenerationen-Wohnen von Jung und Alt an einem Standort, so Heinz Gewering.

Jetzt gelte es aber erst einmal die Entscheidung der Politik abzuwarten, so die Beteiligten. Auch seien noch keine Verträge unterschrieben. Die Verantwortlichen hoffen aber, dass das Konzept die Politiker überzeugt.

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