Sa., 03.12.2016

Schulausschuss will Modernisierung Stadt investiert in Schulen

Das Whiteboard, die interaktive Tafel, ist in vielen Schulen bereits Standard. Die Stadt will die Technik in den Schulen aber noch weiter modernisieren.

Das Whiteboard, die interaktive Tafel, ist in vielen Schulen bereits Standard. Die Stadt will die Technik in den Schulen aber noch weiter modernisieren. Foto: Stephan Teine

Ahaus - 

Tafelkreide und Wandkarte haben zwar in den Ahauser Schulen noch nicht ausgedient, sie bekommen aber mehr elektronische Unterstützung. Im Schulausschuss haben die Politiker über den Medienentwicklungsplan für die nächsten fünf Jahre gesprochen. Ein Paket von 3,24 Millionen Euro. Der Clou: Den Großteil der Kosten übernimmt das Land.

Von Stephan Teine

Moderne Präsentationstechnik, Breitbandanschlüsse, drahtlose Netzwerke im ganzen Gebäude, moderne Endgeräte, was sich technisch in den nächsten fünf Jahre an allen Schulen in Trägerschaft der Stadt Ahaus verändern soll, hat Dr. Anja Zeising vom IFIB-Consulting Büro aus Bremen am Dienstag vorgestellt. Schon jetzt sei Ahaus auf überdurchschnittlichem Niveau: So teilen sich in der Stadt und ihren Ortsteilen 6,4 Grundschüler einen Computer . An weiterführenden Schulen sind es rechnerisch 8,2 Schüler pro Gerät. Der Bundesdurchschnitt liege bei elf. Auch die Ausstattung mit modernen Whiteboards sei sehr gut. „Aktuell sind die Schulen in Ahaus schon aufgestellt wie ein Großunternehmen mit mehreren Standorten“, erklärte sie. Rund 1300 Endgeräte seien in Betrieb.

Abseits der Technik müsse deswegen auch in den Support – also die Wartung der Geräte – investiert werden. Aktuell ist nur ein Mitarbeiter im Rathaus mit dem gesamten Support aller Schul-Computer befasst. In der Planung sind vier neue Stellen vorgesehen. „Das heißt nicht, dass wir direkt vier neue Stellen ausschreiben“, schränkte Kämmerer Hans-Georg Althoff ein. Er sprach erst einmal von einer neuen Stelle, lobte aber auch ausdrücklich den bisherigen Support: „Bei der extrem hohen Zahl, eine hervorragende Tätigkeit“. Er freute sich in der Ausschusssitzung: „Wir haben diese Planung in Auftrag gegeben, bevor wir wussten, dass es ein Förderprogramm des Landes geben wird“, sagte er. Rund zwei Drittel der Gesamtkosten werden jetzt durch Landesmittel finanziert.

Vor dem Hintergrund wollte Alfons Gerick (SPD) wissen, ob es dann nicht möglich wäre, mehr Geld in den Bereich zu investieren oder das ganze Programm schneller umzusetzen. Michael Hilbk , Schulleiter des Alexander-Hegius-Gymnasiums, und sein Stellvertreter Winfried Terwolbeck, warnten davor, Neuerungen zu überstürzen. „Sie müssen die Lehrer mitnehmen“, sagte Hilbk. Nur so sei Technik sinnvoll in den Schulalltag zu integrieren. „Es geht darum, den Schülern zu zeigen, dass sie mit den Geräten nicht nur spielen, sondern auch arbeiten können“, erklärte er. „Und darum, dass wir eine technische Basis bekommen, auf der wir aufbauen können“, so Terwolbeck.

Anja Zeising unterstützte diese Argumentation: Die Weiterentwicklung müsse in verträglichem Tempo passieren. „Sie einfach nur schneller umzusetzen, ist nicht nachhaltig“, sagte sie. Allerdings soll das Konzept auch nicht in Stein gemeißelt sein, sondern nur einen Rahmen bieten. Abweichungen davon seien im Maße innerhalb der einzelnen Haushaltsjahre immer möglich.

Ute Isferding (CDU) wollte wissen, wie die mediendidaktischen Inhalte der Medienplanung aussähen. In der vorgestellten Kurzfassung der Planung sei die nicht enthalten, erklärte Anja Zeising. Sie verwies auf die Langfassung. Dreh- und Angelpunkt des Konzepts sei aber die Fortbildung der Lehrer. „Die Nutzung neuer Medien darf nicht allein an den technik-affinen Lehrern hängen“, sagte sie. Da seien die Schulen am Zug.

Der Ausschuss stimmte geschlossen für das Programm.

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