Dorfentwicklung schreitet voran
Bauarbeiten liegen im Zeitplan

Alstätte -

In einer abgehängten Raumdecke der Vikarie hängt eine Steckdose mit integriertem Anschluss fürs Internet. „Alle Gäste der Tagespflege und des Betreuen Wohnens sollen W-Lan-Empfang haben“, erklärt Michael Woltering von der Sozialstation Woltering. In der Decke wird demnächst ein W-Lan-Router stecken. Die neuen Räume sind bis ins Detail durchgeplant.

Samstag, 22.04.2017, 06:04 Uhr

Während der Kindergarten neu gebaut wird, bleibt die Fassade der alten Vikarie erhalten. Das Gebäude wird derzeit von innen renoviert.
Während der Kindergarten neu gebaut wird, bleibt die Fassade der alten Vikarie erhalten. Das Gebäude wird derzeit von innen renoviert. Foto: Rupert Joemann

Ebenso im neuen Kindergarten St. Marien . Sofort fallen die hellgrünen Fensterrahmen auf. „Das ist schließlich ein Kindergarten“, sagt Grundstückseigentümer und Investor Alfred Baumeister scherzend. Die helle Farbe drückt Lebensfreude aus. Derzeit verputzen Arbeiter die Wände. „Zum neuen Kindergartenjahr wollen wir einziehen“, sagt Melanie Nacke , Verbundleiterin der Kindergärten der Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt .

Alfred Baumeister baut den Kindergarten auf eigene Rechnung und vermietet ihn langfristig an die Kirchengemeinde. „Die Grundfläche ist größer, als sie müsste“, sagt Heinz Gewering, Leiter der Zentralrendantur. Das Lob gilt Baumeister. Denn der bekommt nur Miete für 480 Quadratmeter. Die setzen sich aus der für die drei Gruppen rechnerisch benötigten Fläche zusammen. Insgesamt 55 Mädchen und Jungen sollen nach den Sommerferien in der Kindertagesstätte betreut werden. Um einen ausreichenden Zugang zu gewährleisten, wird das ehemalige Boom-Haus abgerissen.

Neu im Kindergarten ist die Küche. Demnächst soll hier täglich frisch für die Kinder gekocht werden. „Wir wollen noch eine Hauswirtschaftskraft einstellen“, sagt Melanie Nacke. Bisher übernimmt die Versorgung ein Caterer aus Ahaus. Die Umstellung sei mit den Eltern abgesprochen, so Nacke. Es habe eine Umfrage gegeben. Die Eltern hätten auch zugestimmt, für das tägliche Essen statt 2,50 künftig 3,50 Euro zu zahlen. „Es war nicht einer dagegen“, betont Birgit Gehling, Leiterin des St.-Marien-Kindergartens. „Alle waren begeistert“, fügt Melanie Nacke hinzu.

Die Kirchengemeinde sieht die eigene Kindergarten-Küche als Pilotprojekt. Wenn sich diese Art der Versorgung bewähre, könnten vielleicht die anderen Kindergärten nachziehen, heißt es vonseiten der Kirchengemeinde. Derzeit wird mit täglich 20 bis 26 Essen kalkuliert.

Während im Kindergarten kräftig gearbeitet wird, laufen die Planungen für den Abriss des Pfarrheims und des alten Kindergartens. „Die Abbruchanträge sind gestellt“, sagt Heinz Gewering, Leiter der Zentralrendantur.

Die Kirchengemeinde strebt an, bis Ende Mai das Pfarrheim leer geräumt zu haben. Die Bücherei zieht in die ehemalige Drogerie Sicking, die anderen Gruppen finden in der alten Hauptschule ihr neues Zuhause.

Nach dem Umzug kann mit dem Abriss des 1952 gebauten Kindergartens begonnen werden. Dort soll dann die neue Außenspielfläche des Kindergartens entstehen. Heinz Gewering und Alfred Baumeister hoffen, dass das ebenfalls bis zum Beginn des neuen Kindergartenjahrs klappt.

Im Zeitplan liegen auch die Arbeiten in der Vikarie und der angeschlossenen Tagespflege . Mitte Mai will Stefan Woltering mit seiner Sozialstation dort die Büroräume beziehen. Zum 1. Oktober soll dann die Tagespflege eröffnen.

Die bietet zwölf Plätze. Da nicht jeder Gast jeden Tag das Angebot wahrnehmen wird, rechnet Stefan Woltering mit 36 Personen, die betreut werden können. „Die Tagespflege wird sicher zur Eröffnung ausgebucht sein“, vermutet Woltering.

Während die Räume der Tagespflege neu gebaut werden, wird die alte Vikarie derzeit renoviert. Die Bäume im Vorgarten mussten gefällt werden. Dafür war ein eigenes Gutachten nötig. Auch der Zaun wurde entfernt. Durch den freien Blick wirkt das Gebäude größer. Demnächst werden noch die Fenster gestrichen, die Klinkersteine abgestrahlt und neu verfugt. Zudem will Woltering das Gebäude mit Lichtern anstrahlen. Des Weiteren entstehen vor dem Haus neun und dahinter sechs Stellplätze.

Nach dem Umzug des Kindergartens wird dann der alte Kindergarten abgerissen und über 20 Wohnungen für das Betreute Wohnen von Stefan Woltering gebaut. Auch hier dürften die Pläne bis ins Detail geplant sein.

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