Chorfestival des Männergesangvereins Eintracht Alstätte
Grenzenlos stimmungsvoll

Alstätte -

Sechs Chöre mit insgesamt über 300 Sängerinnen und Sängern sorgten am Sonntag für ein abwechslungsreiches Konzert an der Haarmühle. Der Männergesangverein Eintracht hatte zu diesem grenzüberschreitenden Festival eingeladen. Zum dritten Mal richtete er die Veranstaltung aus. Mehr als vier Stunden erfreute feinste Musik die Gäste. Durch das Programm führte Willi Ellerkamp.

Dienstag, 12.06.2018, 07:00 Uhr

Zum Schluss sangen alle Chöre gemeinsam die Hymne „Conquest of Paradise“.
Zum Schluss sangen alle Chöre gemeinsam die Hymne „Conquest of Paradise“. Foto: Monika Haget

Den Anfang machte der Mannenklank Glanerbrug unter der Leitung von Paul Kempers. Er führt auch den MGV, damit war die Verbindung zu dem niederländischen Chor gegeben. Während der Chor mit „Can you feel the love tonight“ eine gefühlvolle Musicalmelodie vortrug, wurde er mit „Ryth‘m of Life“ von Richard Barnes sehr stimmgewaltig und erhielt verdienten Applaus vom Publikum.

Die Gruppe „Taktvoll“ aus Wessum war zum zweiten Mal dabei. Unter der Leitung von Jennifer Thesing ließ sie die Gäste musikalisch ins Auge des Tigers – „Eye of the Tiger“ – blicken und brachten afrikanische Töne zu Gehör mit dem Lied „Dry your tears Africa“.

Aufmerksam verfolgten Mitglieder der anderen Chöre jede Darbietung der teilnehmenden Gruppen und zollten Respekt vor deren Leistung.

Schon als Stammgast kann der Männerchor Vreden bezeichnet werden. Mit seinem Dirigenten Kurt-Ludwig Forg hatte er diesmal zumeist bekannte Stücke einstudiert. Beschwingt sangen die Männer vom „Wochenend und Sonnenschein“, passend zum entsprechenden Wetter. Nach dem Stück „Oh du schöner Rosengarten“ verteilten die Sänger Rosen ans weibliche Publikum, die lächelnd entgegengenommen wurden.

Mit dem Dirigenten Klaus Jan Kos stand danach ein Chor aus Winterswijk auf der Bühne, der Woolds Mannsleukoor. Er begann seinen Auftritt mit den Männern aus Vreden. „Wir haben wochenlang für das folgende Stück geprobt“, sagte ein Vertreter des Chores. Zusammen intonierten sie „Aus der Traube in die Tonne“. Auch danach setzte der Mannsleukoor seinen Auftritt in deutscher Sprache fort, was beim Publikum gut ankam. Sie besangen die spanischen Nächte und den tiefen Böhmerwald, bevor zum Schluss ein teilweise in niederländischer und deutscher Sprache gesungenes Bierlied folgte. Henriette Eikenaar, ehemalige MGV-Chorleiterin, hatte es nicht nehmen lassen, das Festival zu besuchen. Beim Bierlied sang sie, wie viele andere begeistert mit.

Als prämierter bester Chor im Westen sorgten die Young Voices für einen Höhepunkt. Chorleiterin Martraud Leeners gab wie gewohnt alles und dirigierte ihre Frauen mit vollem Körpereinsatz. Michael Gerwing begleitete die Gruppe am Piano. Beim Stück „Symphonie“ der Band Silbermond glänzte Vanessa Ibing als Solosängerin. Mit „Rather be“ von Clean Bandit gelang dem Chor im vergangenen Jahr der Einzug ins Halbfinale des Wettbewerbs „Der beste Chor im Westen“. Auch am Sonntag überzeugten die Sängerinnen damit und heimsten großen Applaus ein.

Zum Schluss traten die Gastgeber selber an. Die Männer trugen, wie die meisten Sänger der Veranstaltung, farbige Hosenträger über weißen Hemden. Das sei Zufall und nicht abgesprochen, versicherten die Alstätter lachend. Sie brachten mit „California Dreaming“ einen großen Hit aus vergangener Zeit zu Gehör und ließen die Gäste kräftig mitsingen bei ihrem letzten Stück „Mit 66 Jahren“.

Den absoluten Höhepunkt bildeten zum Schluss alle Chöre, die sich auf und vor der Bühne versammelten und gemeinsam die Hymne „Conquest of Paradise“ anstimmten.

Einen besonderen Dank richtet der MGV-Vorsitzende Hermann Terweh an die Gäste: „Ohne euch wäre so eine Veranstaltung sinnlos, danke, dass ihr gekommen seid.“ In zwei Jahren soll es eine Neuauflage geben.

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