Gronau
Authentischer Auftritt

Samstag, 19.02.2011, 00:02 Uhr

Gronau - Schon das Ins­trumentarium spiegelte die Vielfalt der musikalischen Wurzeln von „Wanga Nègès“ wider. Wie zufällig zusammengewürfelt, wirkten Conga , Banjo, Bass und Akkordeon. Als ob die Musiker sie an den Stränden ihres Heimatlands Haiti gefunden hätten. Zu diesem Treibgut gehörten auch musikalische Einflüsse aus aller Welt. Das größte Stück stammt dabei aus Afrika - kein Wunder: sind doch die meisten Bewohner der Insel Hispaniola Nachkommen von Sklaven vom „schwarzen Kontinent“. Diese Herkunft schlug sich beim Auftritt der Gruppe im hypnotisch pulsierenden Rhythmus nieder. Dazu der beschwörende Gesang von Sänger David „Ti-Coca“ Mettelus, der dem (ganz leichten) Voodoo-Charakter der Musik mit seinen rasselnden Maracas unterstützte. Der Auftritt der fünf am Donnerstag im Rahmen der Reihe „Klangkosmos Weltmusik“ lebte von der Authentizität. Da standen - nach europäischen Maßstab betrachtet - keine Ausnahmemusiker auf der Bühne. Manchmal schraddelte das Banjo von Richard Hector sogar recht schräg gegen die Instrumente seiner Kollegen an; doch wenn das Quintett seinen Rhythmus gefunden hatte, schlug es die Zuhörer doch in seinen Bann. Bis auf den E-Bass spielte die Band ohne Verstärkung; dennoch hatte es Ti-Coca manchmal schwer, sich stimmlich gegen seine Kollegen durchzusetzen. Seine karibisch-kreolischen Shouts drangen jedoch immer durch. Die Zuhörer verabschiedeten die Musiker nach ihrem 90-minütigen Auftritt mit herzlichem Applaus.

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