Kolping-Karneval im Hotel Bügener in Epe

Mo., 30.01.2012

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Wenn der Prinz das Landei küsst ...

Kolping-Karneval im Hotel Bügener in Epe : Wenn der Prinz das Landei küsst ...

Bauer Heinrich Schulte-Brömmelkamp legte als Kattenvenner Landei einen tollen komödiantischen Auftritt hin, bei dem auch das Publikum sein Fett abbekam. Foto: Rupert Joemann

Gronau-Epe - 

Küssen, ja das kann Prinz Markus I. Terlinde. Davon durfte sich Bauer Heinrich Schulte-Brömmelkamp beim Kolping-Karneval überzeugen. Mit einem dicken Schmatzer auf die Wange verabschiedete der Karnevalsprinz das Kattenvenner Landei nach einem tollen komödiantischen Auftritt.


Küssen, ja das kann Prinz Markus I. Terlinde. Davon durfte sich Bauer Heinrich Schulte-Brömmelkamp beim Kolping-Karneval überzeugen. Mit einem dicken Schmatzer auf die Wange verabschiedete der Karnevalsprinz das Kattenvenner Landei nach einem tollen komödiantischen Auftritt am Samstagabend aus dem Hotel Bügener. Schon zu früher Sitzungsstunde waren die Sinne der Gäste und des Elferrates scheinbar benebelt. Ein Mitglied des hohen Rats siedelte auf Heinis Frage hin Kroatien im Baltikum an. „Dass Du hier überhaupt hergefunden hast, ist ein Wunder“, zog der Bauer die Erdkunde-Niete durch den Kakao. Doch auch Schulte-Brömmelkamp ist jemand, der nicht immer alles richtig macht. Seit 40 Jahren pflügt er jedes Jahr versehentlich den Randstein auf dem Acker um und schiebt ihn auf jeder Seite zwei Meter weiter, „aber nicht zu meinem Nachteil“. Seine Devise lautet: Liebe vergeht, Hektar besteht. Doch jetzt muss er deshalb vors Gericht.

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Aber nicht vor den Scheidungsrichter. Auch wenn die Ehe sicherlich schon bessere Tage gesehen hat. Nach dem vorprogrammierten Silvesterstreit spricht seine Frau bis Heilige Drei Könige nicht mehr mit ihm. Dabei wäre Heini lieber, „wenn sie von Drei Könige bis Silvester nicht spricht“.

Überrascht zeigte sich der humoristische Landwirt über die Toleranz der Kolpingsfamilie. Die haben einen Prinzen, der in wilder Ehe lebt. „Ich dachte, Kolping ist sehr katholisch.“ Eine Zehnjährige beruhigte der Wirtschaftsfachmann über die momentane Wirtschaftskrise. „Das sind Schulden von Deinen Ur-Ur-Ur-Enkel. Die wirst Du nie kennen lernen.“

Doch nicht nur Heinrich Schulte-Brömmelkamp brachte Stimmung in den Saal. Die über 150 Gäste waren alle dem Befehl von Prinz Markus gefolgt: „Rockt die Hütte.“ Bei Mickie Krauses Hit „Schatzi, schenk mir ein Foto“ hielten einige Jecken Stühle hoch. Möglicherweise Vorboten, dass sie bald unter denselben liegen werden.

Eine ordentliche Portion Selbstironie demonstrierte der vollzählig angetretene Frauenkegelklub „Holzfällerinnen“. Zur Begrüßung schmetterten sie ein „Gut Holz, gut Holz, gut Holz vor den Hütten“. Derweil heizte die Tanzgarde von Grün-Weiß die Stimmung weiter an. Und ihr Chef Werner Nürnberger sang dazu. Wie ein echter Star bekam auch er eine Blume von einer Verehrerin geschenkt.

Musik vom Band hätte die Party gar nicht benötigt, so hallte das „Viva Colonia“ von den Höhnern auch ohne Musik aus den Boxen laut durch den Raum. Bedächtiger, aber witzig, ging es bei den Auftritten des Nachrichtensprechers und der schrulligen alten Dame Hertha zu. Begeistert gefeiert wurde das Gronauer Stadtprinzenpaar Thorsten I. Kestermann und Sarah I. Struwe. Bis 5 Uhr durfte gefeiert werden, danach wurde unter den Tischen und Stühlen die Reste weggefegt.

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