Karnevalsbilanz der Polizei
Di., 21.02.2012
Randale erst zu späterer Stunde
Weniger Müll als im vergangenen Jahr musste die Stadt nach dem Karnevalsumzug auflesen.
Gronau -
Die heiße Phase des Straßenkarnevals begann für die Ordnungshüter erst nach dem Umzug am Sonntag: Bis 22 Uhr registrierte die Polizei die meisten Einsätze. Der Einsatz des Gefangenenbusses vor der Polizeiwache hat sich dabei erneut bewährt.
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Die heiße Phase des Straßenkarnevals begann für die Ordnungshüter erst nach dem Umzug am Sonntag: Bis 22 Uhr registrierte die Polizei die meisten Einsätze, teilte am Montag Rainer van Eckendonk, Leiter der Gronauer Polizeiwache, mit. Insgesamt habe die Polizei in etwa so häufig eingreifen müssen wie im Vorjahr, aber im Vergleich zu 2011 erst zu späterer Stunde. Der Einsatz des Gefangenenbusses vor der Polizeiwache indes habe sich erneut bewährt. An diesem Konzept soll auch künftig festgehalten werden.
Während sich der närrische Lindwurm durch die Innenstadt zog, sei es noch relativ ruhig gewesen, resümierte Rainer van Eckendonk. So musste zu dieser Zeit nur eine Person in Gewahrsam genommen werden, weil sie am Rande des Zuges randaliert hatte. Im vergangenen Jahr waren es während des Umzugs schon fünf gewesen.
Zudem haben Polizisten einen 20-jährigen Gronauer vorübergehend festgenommen, weil er eine geringe Menge Amphetamine dabei hatte. Er wurde nach Abschluss der Ermittlungen entlassen. Die Ordnungshüter erteilten weiteren fünf Randalierern während des Umzugs Platzverweise (2011: sieben).
Das DRK versorgte in einem Zelt an der Eper Straße im Verlauf des Zuges 15 Personen, vier mehr als im Vorjahr. 11 von ihnen waren alkoholisiert, darunter befanden sich fünf Jugendliche. Vier Narren hatten leichte Schnittwunden durch Glas erlitten. Sechs Personen wurden ins Krankenhaus gebracht. Außerdem wurden zwei Kinder, die ihre Eltern verloren hatten, erst ans Jugendamt und später an die Eltern übergeben.
Nach dem Umzug kamen bis 22 Uhr zahlreiche Einsätze hinzu: So nahmen Polizeibeamte weitere 16 Personen in Gewahrsam (2011: acht), überwiegend nach Schlägereien oder weil sie randaliert hatten. Außerdem wurden zehn Randalierern Platzverweise erteilt (2011: elf).
In den Stunden zwischen 22 und 6 Uhr am Montagmorgen blieb es dann vergleichsweise ruhig: Wie Rainer van Eckendonk mitteilte, wurde die Polizei zu zwei Schlägereien gerufen, im Vorjahr waren es des Nächtens vier. In zwei weiteren Fällen sollten die Beamten Streitigkeiten schlichten.
Bei ihrem Karnevalseinsatz wurde die Polizei in Gronau durch Beamte der Bereitschaftspolizei Bochum unterstützt. Zudem führten das städtische Jugendamt und das Ordnungsamt Jugendschutzkontrollen durch. Vereinzelt seien dabei Jugendliche mit Hochprozentigem angetroffen worden. „Wer erwischt wurde, musste die Getränke an Ort und Stelle auskippen“, so der Leiter der Polizeiwache. Die Polizei unterstützte die kommunalen Kräfte bei diesen Kontrollen.
Arbeitsreich freilich war der Karnevalssonntag nicht nur für die Ordnungshüter, sondern auch für die Mitarbeiter der Zentralen Bau- und Umweltdienste der Stadt. Denn schon kurz nach dem Umzug begannen sie damit, Flaschen, Konfetti- und Bonbonreste wieder von den Straßen zu tilgen. Insgesamt 18 Mitarbeiter der Stadt seien im Einsatz gewesen, teilte Pressesprecherin Lena Flucht mit. Besondere Vorkommnisse habe es nicht gegeben. Die Müll-Bilanz fiel in diesem Jahr geringer aus als 2011. Und auch Schäden durch Vandalismus habe es diesmal weniger gegeben.
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