Karnevalsumzug: Jecken trotzten dem Winter
Mo., 20.02.2012
Schneefetti statt Konfetti
Ließen sich zum Ende ihrer Regentschaft noch einmal von rund 20 000 närrischen Untertanen feiern: Prinz Thorsten I. (Mitte), Prinzessin Sarah I. und ihr Hofmarschall.
Gronau -
Schneefetti statt Konfetti! Die Jecken ließen sich davon beim Karnevalsumzug nicht beeindrucken. Sie schunkelten und tanzten den Wintereinbruch mit rund 20 000 Zaungästen einfach weg.
|
|
Mein Gott, Petrus! Musste das denn sein? – Diese Frage stellten sich in Gronau am Sonntag viele Narren. Pünktlich zum Start des Karnevalsumzuges setzte heftiger Schneeregen ein. Schneefetti statt Konfetti sozusagen. Schon auf den ersten Metern wurden die Jecken teilweise nass bis auf die Unterbux. Aber: Sie ließen sich dadurch die Laune nicht vermiesen, sondern tanzten und schunkelten den Winter einfach weg.
Prinzen, Piraten, Bauern, Samurai, Geishas und Hippies formierten sich eine Stunde früher als sonst zu einem närrischen Endlos-Wurm, der mit mehr als 60 Einheiten (35 Wagen, 25 Fußgruppen und drei Kapellen) durch die Innenstadt schlängelte. Besondere Hingucker waren auch beim 36. Karnevalsumzug die niederländischen Karnevalswagen – ein Umzug ohne die „Leihgaben“ aus Losser und Enschede wäre überhaupt nicht denkbar.
Aber auch heimische Gruppen setzten viele Farbtupfer, die von Fantasie und Kreativität zeugten. Rund 20 000 Zuschauer säumten die Straßen – und viele Zaungäste ließen sich von der Stimmung auf den Wagen und in den Fußgruppen mitreißen. Vielleicht auch, weil das rhythmische Bewegen gegen die Kälte half ...
Werner Bajorath, Vorsitzender des Bürgerausschuss Karneval, zeigte sich gegen Ende rundum begeistert: „Ich bin super zufrieden. Das Wetter kann den richtigen Narren nichts ausmachen. Super-Besuch, Super-Stimmung. Toll!“
Ja, und offenbar gefiel der Umzug inzwischen auch den himmlischen Zuschauern – denn: Das Schneetreiben ließ nach. Am Ende fuhren Stadtprinz Thorsten I. und Prinzessin Sarah I. sogar im Sonnenlicht durch das närrische Volk.
Bewährt hat sich zudem der frühere Start, dem der „Zug“ auch sein Motto verdankte: „Der Umzug in Gronau wird kein Flop, diesmal geht es ohne Stop“. Schon um kurz nach 15 Uhr passierte der letzte Wagen das Rathaus. Für echte Jecken blieb so reichlich Zeit, um in Gaststätten weiterzufeiern.
Mehr Bilder zum Thema
in den Fotogalerien auf
www.wn.de
Videonachrichten vonWN-TV auf www.wn.de/wntv