Möglichkeit zum täglichen Gebet

Do., 16.02.2012

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Muslimischer Gebetsraum im Antonius-Hospital

Möglichkeit zum täglichen Gebet : Muslimischer Gebetsraum im Antonius-Hospital

Der neue Gebetsraum wurde vom Imam der Fatih-Moschee eingeweiht. Auch der Vertreter des Konsulats (2.v.l.) nahm an der Feier teil. Der Raum bietet muslimischen Patienten die Möglichkeit, ihren religiösen Pflichten nachzukommen. Foto: Martin Borck

Gronau - 

Mit einem Gebet hat der Imam der türkisch-islamischen Fatih-Moschee, Sabri Yalcin, den islamischen Gebetsraum im Antonius-Hospital eingeweiht. Zu der Feier war der Religionsbeauftragte des türkischen Konsulats in Münster, Suat Altunkuş, angereist.


Mit einem Gebet hat am Mittwochnachmittag der Imam der türkisch-islamischen Fatih-Moschee, Sabri Yalcin, den islamischen Gebetsraum im Antonius-Hospital eingeweiht. Zu der Feier war der Religionsbeauftragte des türkischen Konsulats in Münster, Suat Altunkuş, angereist.

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„Wir sind sehr froh und dankbar, dass die Geschäftsführung des Krankenhauses den Raum zur Verfügung stellt“, dankte Sibel Koese, Vorstandsmitglied der Moschee. Sie überreichte dem kaufmännischen Leiter des Hospitals, Ralf Flege, einen Blumenstrauß. Auch Irfan Kuk, Mitglied im Integrationsausschuss, begrüßte, dass das Hospital den Gebetsraum eingerichtet hat.

Der Raum im dritten Stock des Altbaus soll den muslimischen Patienten im Krankenhaus die Möglichkeit bieten, sich zu den täglichen Gebeten zurückzuziehen. Der kleine Raum verfügt über ein Wasserbecken, in den die erforderlichen rituellen Waschungen durchgeführt werden können. Auch der Koran und andere religiöse Schriften liegen aus.

Im Schnitt werden fünf bis sechs Patienten islamischen Glaubens pro Woche im Hospital behandelt. „Die Ausübung der Religion hat eine heilsame Wirkung auf die Kranken“, ist sich Koese sicher. Auch Flege sieht den Nutzen der Einrichtung zum Wohle der Patenten. Die Nutzung des Gebetsraums ist jedoch insofern eingeschränkt, als sich seine Öffnungszeiten an den Besuchszeiten des Krankenhauses orientieren, so Flege.

Zu den Fortschritten in der Zusammenarbeit zwischen Hospital und türkisch-islamischer Gemeinde gehört auch, dass die Moschee darüber informiert wird, wenn muslimische Patienten ins Krankenhaus eingeliefert werden – natürlich nur, sofern sie das selbst wünschen. Die islamische Gemeinde sorgt dann dafür, dass die Patienten besucht und bei Bedarf seelsorgerisch betreut werden.

Von den Plänen bis zur Verwirklichung des Gebetsraums dauerte es zweieinhalb Jahre, erinnerte Herbert Krause, ebenfalls Mitglied im Integrationsausschuss. Es herrschte schlicht und einfach Platzmangel. Dem Hospital stand zunächst einfach kein geeigneter Raum zur Verfügung. Dass es den Bedarf gab und der Wunsch berechtigt war, daran gab es jedoch keinen Zweifel. Geschäftsführer Ludger Vormann habe das Vorhaben stets unterstützt, so Krause.


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