Planung am Hauskamp
Fr., 17.02.2012
Eigentümer legt Kompromiss auf den Tisch
Statt fünf sollen auf dem Grundstück nur noch zwei große Lagerhallen (orange) zum Sportplatz hin gebaut werden, an der Straße aber Wohnhäuser.
Gronau-Epe -
Die Beschwerden der Nachbarn hatten Erfolg: Statt fünf großen Lagerhallen sollen am Hauskamp nun nur zwei große gebaut werden – und zwar im hinteren Grundstücksbereich zum Sportplatz hin. Entlang der Straße sind nun Wohnhäuser vorgesehen.
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Die Beschwerden der Nachbarn hatten Erfolg: Statt fünf Lagerhallen sollen am Hauskamp nur zwei große gebaut werden – und zwar im hinteren Grundstücksbereich zum Sportplatz hin. Entlang der Straße sind nun Wohnhäuser vorgesehen. So sieht es der Kompromissvorschlag vor, für den der Ausschuss für Planen, Bauen und Denkmalschutz in seiner jüngsten Sitzung einstimmig Grünes Licht gegeben hat.
Der Eigentümer des Grundstücks selbst hatte diese alternative Planung auf den Weg gebracht, nachdem aus der Nachbarschaft Gegenwind gegen den ursprünglichen Entwurf gekommen war. Neben einer erhöhten Verkehrsbelastung hatten die Anwohner – wie berichtet – vor allem gegen die Höhe der Hallen Einwände erhoben, da ihnen diese mit bis zu zwölf Metern zu massiv erschienen. Rechtens indes wäre auch der Bau der fünf Hallen gewesen, führte die Verwaltung in den Sitzungsunterlagen aus. Denn die vorgeschriebenen Abstandsflächen wären eingehalten worden.
Gleichwohl begrüßten es Stadtbaurat Frank Vetter und Sprecher der Parteien, dass die Gespräche zwischen Eigentümer und Nachbarn gefruchtet haben. Der Bauantrag für den Alternativ-Plan sei bereits bei der Bauverwaltung eingegangen, teilte Manfred Hinrichsen mit, der Leiter des Fachdienstes Bauordnung und Baurechtsangelegenheiten.
Hinrichsen betonte, dass im Umfeld um das Grundstück eine schwierige Gemengelage vorliege. Eigentlich war auf dem Areal eine Wohnbebauung vorgesehen, das formelle Aufstellungsverfahren für den Bebauungsplan aber ruht seit 2006. Grund ist vor allem die immissionsschutzrechtliche Situation: An das Grundstück grenzt die Sportanlage Wolbertshof. Im Falle einer Wohnbebauung könnten einerseits Anwohner durch Lärm belästigt werden, andererseits könnte der Verein in der Platznutzung eingeschränkt werden. Damit nicht genug, bestehen weitere Lärmschutz-Bedenken wegen eines benachbarten Holzmarktes.
In dieser Situation sei die Attraktivität eines Wohngebiets fraglich, stellt die Verwaltung fest. Zudem müsste ein Investor mit zusätzlichen Kosten für Lärmschutzmaßnahmen rechnen. Dennoch schlug die Verwaltung vor, den Aufstellungsbeschluss für die Wohnbebauungs-Planung nicht aufzuheben. Dem kam der Ausschuss nach.
„Kreativ“ fand FDP-Fraktionschef Erich Schwartze, dass die beiden großen Hallen zum Sportplatz hin zugleich als Lärmschutzwände für die Wohnhäuser an der Straße dienen. Auch Wilhelm Schultewolter (CDU) begrüßte den Kompromiss: „Wir wollten eine Einschränkung der Nutzung des Sportplatzes verhindern. Das ist gelungen.“
Über die etwaige Verkehrsproblematik wird gegebenenfalls noch der Verkehrsausschuss beraten. Mit den Plänen beschäftigt sich am 29. Februar noch der Rat.
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