Vom Basar ins Beduinenzelt

Mi., 22.02.2012

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Reisegruppe aus St. Agatha war sieben Tage in Israel unterwegs

Vom Basar ins Beduinenzelt : Reisegruppe aus St. Agatha war sieben Tage in Israel unterwegs

Bethlehem war eines von vielen Zielen, die die Reisegruppe der Pfarrgemeinde St. Agatha in Israel besuchten. Foto: privat

Gronau-Epe - 

Eine Pilgergruppe aus St. Agatha kehrte jetzt aus Israel zurück. Bei ihrer Reise auf den Spuren Jesu begleitete sie allerdings nicht Pfarrer Günther Lube, der die geistlichen Intentionen für die Fahrt sehr intensiv vorbereitet hatte. Er war aus persönlichen Gründen verhindert und hatte seinem Freund Pfarrer Jürgen Heukamp die geistliche Leitung übergeben.


Untergebracht war die Gruppe aus Epe im Hotel „Ein Kerem Jerusalem“ in Tel Aviv. Schon am Abend der Ankunft erlebten die Teilnehmer „den einzigartigen Blick vom Ölberg auf die nächtlich wunderschön beleuchtete Altstadt von Jerusalem“, und sie bummelten über den ältesten Basar der Stadt, heißt es in einem Reisebericht von Elisabeth Baudry. Am nächsten Morgen feierte die Gruppe in der Klosterkirche „Dominus Flevit“, wo Jesus das Schicksal Jerusalems beweinte, die erste Heilige Messe mit Pastor Heukamp im „Garten Gethsemane“ mit Blick auf die goldene Kuppel des „Felsendoms“ auf dem Tempelberg. Danach führte der Weg steil den Berg hinab zur „Kirche aller Nationen“ und dann zur heiligsten Stätte der Juden, der „Klagemauer“. Nächstes Ziel war die 1,6 Kilometer lange „Via Dolorosa“ von der „Antonia-Festung“, wo Jesus von Pontius Pilatus verurteilt worden war, bis nach „Golgatha“, dem Ort der Kreuzigung, Standort der heutigen „Grabeskirche“. Über den „Cardo“, einst von den Römern erbaut, ging es dann durch bunte Basarstände am „Jüdischen Viertel“ entlang bis zum „Damaskus-Tor“. Bei sonnigem Wetter pilgerten die Teilnehmer am nächsten Tag zum Berg Zion mit dem „Davidsgrab“, dem „Saal des letzten Abendmahls“ und dem Grab von Oskar Schindler. Sehr beeindruckend sei auch die Dormition-Abtei gewesen, in der Maria gestorben sein soll. Nachmittags stand Bethlehem auf dem Programm mit einer Besichtigung der Geburtskirche. Ins Wüstengebiet „Ein Gedi“, zur gleichnamigen Oase und dem „Toten Meer“ ging es am Tag darauf, vorbei an „Qumran“, dem Ort, an dem 1947 ein palästinensischer Hirtenjunge durch Zufall in einer Höhle Krüge mit den ältesten Bibelschriftrollen entdeckte. Auch die „Festung Massada“ besuchten die Eperaner, wo der letzte Kampf der Juden gegen die Römer stattgefunden hatte. Der Tag endete nach dem Besuch bei einem Beduinenstamm – ein Abendessen inklusive. Am fünften Tag ging es in die „Negev Wüste“ und zum geschätzte 220 Millionen Jahre alten „Makhtesh Ramon Krater“ mit seinen bizarren Felsformationen. Auch die Ruinenstätte Advat und die Schlucht „Ein Advat“ waren Ziele der Gruppe, bevor sie im Kibbutz-Hotel „Mashabei Sade“ übernachtete. Am nächsten Tag führte sie die Reise nach Beer Sheba und Jaffa, einem Vorort von Tel Aviv, mit Besichtigung des alten Hafens und einer Künstlerkolonie. Die Gruppe beschloss die Fahrt am siebten Tag mit Ausflügen nach Caesarea, einer der bedeutendsten Ausgrabungsstätten Israels, und nach Haifa, der größten Hafenstadt Israels.

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