Vor dem Tag der offenen Tür

Fr., 17.02.2012

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Asbestfund: Ratssaal ist vorerst gesperrt

Vor dem Tag der offenen Tür : Asbestfund: Ratssaal ist vorerst gesperrt

Viele Türen standen den Besuchern gestern im Rathaus offen – der Sitzungssaal aber blieb verschlossen. Foto: Markus Kampmann

Gronau - 

Das Timing war kurios: Bürger strömten ins Gronauer Rathaus, um dessen Zustand beim „Tag der offenen Tür“ in Augenschein zu nehmen. Ausgerechnet der Ratssaal aber blieb ihnen versperrt – wegen Asbestfunden.


Das Rathaus stand den Bürgern am Freitag beim Tag der offen Tür offen – abgesehen vom Herz, in dem sonst die lokale Politik schlägt: Der Sitzungssaal im zweiten Obergeschoss blieb für die Besucher gesperrt – weil die Verwaltung kurz vor dem Start über Asbestfunde im Ratssaal informiert wurde.

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Bereits Mitte Januar hatte ein Asbestfund im Erdgeschoss die Mitarbeiter verunsichert. Nach Gesprächen zwischen Verwaltungsleitung und Personalrat hatte die Stadt weitere Untersuchungen bei der Fachfirma aus Altenberge in Auftrag gegeben (WN berichteten).

Erste Ergebnisse teilte das Unternehmen der Stadt gestern telefonisch mit – pünktlich zum anberaumten Tag der offenen Tür. Wie Pressesprecherin Lena Flucht berichtete, hatte die Firma elf Raumluftmessungen durchgeführt. Zudem wurden zehn Materialproben aus dem Bereich der Fassade genommen – und 78 Staubproben im Erd- und den beiden Obergeschossen des Rathauses.

Die Raumluftmessungen seien allesamt negativ, so Lena Flucht, „das heißt, eine Raumluftbelastung ist nicht gegeben“. Auch in den Materialproben aus der Fassade sei kein Asbest nachgewiesen worden. Von den 78 Staubproben seien in vieren Asbestfasern nachgewiesen worden. Drei stammen aus dem Sitzungssaal, eine aus dem Erdgeschoss im Bereich des Fachdienstes Personal.

Daher sei der Saal auf Empfehlung des Unternehmens vorübergehend gesperrt. „Raumluftuntersuchungen werden hier kurzfristig erfolgen, außerdem werden weitere Staubproben genommen“, teilte die Pressesprecherin mit. „Wir gehen davon aus, dass wir Ende nächster Woche die Ergebnisse haben.“ Da im Großraumbüro keine Raumluftbelastung gegeben sei, könne dieser Bereich weiter genutzt werden.

Für die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses, die am Mittwoch (22. Februar, ab 18 Uhr) auf dem Programm steht, werde die Verwaltung Ausweichräume organisieren. Die Politiker werden sich dabei unter anderem der Zukunft des Rathauses widmen . . .

 


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