Bilanz des Orgelbauvereins ein Jahr nach der Gründung
Ein Fünftel neue Orgel

Gronau -

Es ist noch ein weiter Weg, bis die Ev. Kirchengemeinde eine neue Orgel für die Stadtkirche erwerben kann. Doch die Bilanz des Orgelbauvereins fällt nach einem Jahr hoffnungsvoll aus: Rund 20 Prozent der erforderlichen Summe wurden schon gesammelt.

Dienstag, 15.01.2013, 10:01 Uhr

Die „Königin der Musikinstrumente“ in der Ev. Stadtkirche sieht für Laien tadellos aus. Fachleute wissen aber, das Instrument ist nicht mehr zu retten. Deshalb engagiert sich der Orgelbauverein für ein neues Instrument.
Die „Königin der Musikinstrumente“ in der Ev. Stadtkirche sieht für Laien tadellos aus. Fachleute wissen aber, das Instrument ist nicht mehr zu retten. Deshalb engagiert sich der Orgelbauverein für ein neues Instrument. Foto: Klaus Wiedau

Im Januar 2012 fing der Orgelbauverein der Evangelischen Stadtkirche im wahrsten Sinne des Wortes bei Null an. Die Zahl der Mitglieder hat sich von den 14 Gründungsmitgliedern auf das zehnfache gesteigert. Diese Zahl steigt in letzter Zeit leider etwas langsamer. Für zwölf Euro Mindestbeitrag im Jahr sind weitere Mitglieder willkommen.

Der Kontostand des Vereins hat sich von Null Euro auf rund 24 000 Euro zum Ende des Jahres 2012 aufgefüllt, sodass auf den Konten des Vereines und auf denen der Ev. Kirchengemeinde Gronau insgesamt 94 000 Euro für das Orgelprojekt bereit stehen. Diese Summe stellt bereits knapp 20 Prozent der erforderlichen Summe dar.

2012 hat der Verein mit der Evangelischen Kirchengemeinde zahlreiche Aktionen durchgeführt: Bei den „Nachtansichten“ in März wurden Orgelwein, Pralinen und Häppchen verkauft, bei dem Benefizkonzert im März sind die Gesamteinnahmen dem Orgelprojekt zugute gekommen, bei der Nacht der offenen Kirchen zu Pfingsten wurde die Orgelausstellung aufgebaut. In zwei Briefaktionen zu Pfingsten und Advent wurden insgesamt 9000 Spendenbriefe an die Gemeindeglieder herausgeschickt – mit erfreulicher Resonanz (vor allem am Ende des Jahres). Weitere Spenden des Schützenvereins Schöttelkotterhook-Tiekerhook-Eßseite oder des Kunstkreises sowie Konzerteinnahmen aus dem Kirchenkreis stockten die Kasse langsam auf. Eine private Großspende von 20 000 Euro kam unerwartet, ein erfreulich und wohltuendes Zeichen der Unterstützung und Wertschätzung der Arbeit im Bereich Kirchenmusik und Gemeindeaufbau. Einige Gemeindeglieder ließen dem Orgelprojekt Anlassspenden von Geburtstagen oder anderen Familienfeiern zukommen.

Viele weitere Kleinspenden von Privatpersonen zeigen, dass viele Menschen nicht aus dem Überfluss schöpfen und spenden, sondern dass sie diese Gelder von anderer Stelle möglicherweise abzweigen, und das macht diese Spenden umso wertvoller, heißt es in einer Mitteilung des Vereins.

Höhepunkt des Jahres war die weihnachtliche Verlosungsaktion, mit einem hohen organisatorischen Vorlauf, Aufwand und großem Engagement des Vorstands. Zahlreiche Firmen und Privatpersonen haben dankenswerterweise dem Verein Preise als Sachspenden im Gesamtwert von 3800 Euro gestiftet.

Die gesamte Verwaltung des Orgelbauvereins sowie die der Spenden und Spendenbriefe erfolgt ehrenamtlich und nicht durch das Gemeindebüro der Kirchengemeinde, doch unter Einhaltung aller vorgeschriebenen Datenschutzrichtlinien. Wegen Erkrankungen in der ehrenamtlichen Verwaltung war es noch nicht möglich, allen Spendern zu danken. „Wir hoffen, dass die Spendenbescheinigungen und die Dankbriefe noch im Januar verschickt werden können.“

„Wir bedanken uns für die immer breitere Unterstützung des Orgelprojekts, für die gute Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro, mit den Gronauer Musikgruppen, Vereinen und Unternehmen, mit den katholischen Sangesschwestern und -brüdern und hoffen auf weitere Rückenstärkung aus der Bevölkerung, sei es finanzieller Art, sei es durch Mitgliedschaft im Verein oder durch ehrenamtliche Mitarbeit bei einzelnen Projekten, in der Hoffnung, für Gronau bald ein wertvolles Kulturgut schaffen zu können.“

Die Pläne für 2013 werden in der Mitgliederversammlung des Orgelbauvereins am 20. Februar (Mittwoch) um 20 Uhr im Walther-Thiemann-Haus vorgestellt.

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