Orgelbauverein der Ev. Stadtkirche
Zielmarke Reformationsjubiläum

Gronau -

Neue Vereine haben es schwer, Mitglieder und Sponsoren zu finden. Diese Probleme hatte der Orgelbauverein Gronau nicht. Mit 14 Gründungsmitgliedern startete er in Gronau am 1. Januar 2012 unter dem Vorsitz des Kantors Dr. Tamas Szöcs. Sechs Wochen später, zur ersten Jahreshauptversammlung, waren es rund 60, und heute sind es 143 Mitglieder, wie der Schatzmeister Pfarrer Uwe Riese stolz bei der zweiten Jahreshauptversammlung verkündete.

Donnerstag, 28.02.2013, 08:02 Uhr

Kantor Dr. Tamas Szöcs (l.) wurde von der Versammlung einstimmig wiedergewählt. Er bleibt also auch für ein weiteres Jahr „das Gesicht des Orgelbauvereins“.
Kantor Dr. Tamas Szöcs (l.) wurde von der Versammlung einstimmig wiedergewählt. Er bleibt also auch für ein weiteres Jahr „das Gesicht des Orgelbauvereins“. Foto: Meisel-Kemper

Auch der Kontenstand von mittlerweile 102 000 Euro könne sich sehen lassen. Das sei ein finanzieller Zuwachs von 35 000 Euro in nur einem Jahr. Schon vorher sei eine Einzahlung von 20 000 Euro eines Spenders, der anonym bleiben möchte, eingegangen, berichtete Riese . „Wenn wir so weiter machen, haben wir es 2017 zum Reformationsjubiläum geschafft. Das Projekt hat durch Herrn Szöcs und den Orgelbauverein deutlich an Schwung gewonnen“, freute sich Riese mit den Anwesenden.

Ähnlich optimistisch äußerte sich Szöcs, der allerdings auch einräumte, dass seit der Gründung des Vereins mit viel zu wenigen Helfern eine Menge Aufgaben geschultert wurden. „Es ist Ihre Orgel. Kümmern sie sich drum! Helfen sie mit! Machen sie mit! Werden sie Mitglied!“, warb Szöcs um Unterstützung und gleichzeitig auch um Entlastung des Vorstands. Er sei oft an seine Grenzen gestoßen, weshalb er sein Amt bei der anberaumten Neuwahl zur Verfügung stellen wolle. „Ich würde gern die Verantwortung abgeben und mich in Zukunft lieber um das Inhaltliche kümmern“, gestand Szöcs. Doch er ist das Gesicht des Orgelbauvereins, das wussten auch die stimmberechtigten Mitglieder. Ohne Gegenkandidat wurde Szöcs deshalb für ein weiteres Jahr einstimmig zum ersten Vorsitzenden wiedergewählt.

Schriftführerin Concordia Oberrecht brauchte laut Satzung nicht neu gewählt werden. Dagegen stellten sich Ute Butke als erste Beisitzerin und Pfarrer Uwe Riese als Schatzmeister erfolgreich zur Wiederwahl. Manfred Meyer wurde zum neuen zweiten Vorsitzenden gewählt, während Michael Rodemann zum neuen zweiten Beisitzer ernannt wurde.

Das Suchen nach einer neuen Orgel oder nach einer historischen Orgel geht weiter, das war eine weitere klare Botschaft von Szöcs. Die bisherige Kleuker-Orgel, die eine Besucherin treffend als „schweigende Ruine“ bezeichnete, stehe zum Verkauf. Verwendbar seien nur die Pfeifen. Anfragen aus Polen , Spanien, Guadeloupe lägen bereits vor. Eine neue Orgel werde zwischen 440 000 und 620 000 Euro kosten. Der Ankauf einer historischen Orgel, die er sich in Dortmund und Bochum bereits angesehen habe, wäre eine weitere Option. Die Frage nach Zuschüssen von der Stadt oder der Landeskirche konnte Szöcs nur mit einem Lächeln beantworten und der Aufforderung, selbst nachzufragen, persönlich zu werben und prominente und weniger prominente Fürsprecher zu gewinnen.

Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1536896?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F103%2F150%2F1779513%2F1779528%2F
„Mit Populismus auseinandersetzen“
Vom 9. bis zum 13. Mai findet der Katholikentag in Münster statt.
Nachrichten-Ticker