Do., 20.03.2014

Therapiehund im Einsatz Leos letzter Schultag

Einen Fototermin mit Kindern hat Leo auch nicht alle Tage. Trotzdem lässt der Therapiehund sich davon nicht aus der Ruhe bringen.

Einen Fototermin mit Kindern hat Leo auch nicht alle Tage. Trotzdem lässt der Therapiehund sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Foto: swb

Gronau - 

Leo geht nur dienstagsnachmittags in die Buterlandschule. Was sich vielleicht nach einem Schülertraum anhört, ist für Leo dennoch ganz schön anstrengend. Leo ist nämlich ein Therapiehund.

Von Sigrid Winkler-Borck

Wenn Kinder gleichzeitig aus beiden derzeitigen Hundeprojekt-Gruppen der OGS um ihn wirbeln, weil es einen Fototermin zu absolvieren gilt, steigt der Geräuschpegel immer wieder deutlich an. Aber Leo ist trotz seines empfindlichen Gehörs recht unerschrocken. Schließlich mag er Kinder und lässt einiges geduldig geschehen, zumal seine Besitzerin, die Sozialarbeiterin und Tierpsychologin Irmhild Nonhoff, ihm immer wieder kleine Stückchen Trockenfutter gibt. Es ist bereits der neunte Dienstag, an dem Leo in den Musikraum kommt. Die Kinder sind also schon ein wenig mit dem Tier vertraut, können sein Verhalten etwas deuten und mahnen sich schon mal gegenseitig zur Umsicht.

Bei diesem vom Caritasverband angebotenen Hundeprojekt geht es darum, die Kinder in ihrer sozial-emotionalen Entwicklung zu unterstützen. Durch den angemessenen Umgang mit dem Hund wird ihnen ein Wertesystem als Basis ihrer sozialen Kompetenzen vermittelt.

Irmhild Nonhoff hat eine Reihe von Hundefotos dabei, die Tiere in unterschiedlichen Situationen und Verfassungen zeigen. Auch hier wissen die Kinder zu sagen, wie es dem Hund geht und wie sie darauf angemessen reagieren können. Aus dieser Kombination aus Wissensvermittlung und eigenem Erleben mit dem Tier gewinnen die Kinder Verantwortungs- und Selbstbewusstsein.

Mittlerweile liegt der sechsjährige Leo jedoch nur noch hechelnd auf dem Boden. Das ist sein Signal, er kann nicht mehr und braucht eine Pause an der frischen Luft. Nonhoff geht kurz mit dem Hund, einem Wäller, nach draußen. Sie erklärt, dass Wäller eine relativ neue deutsche Rasse sind, die aus Briard und Australian Shepherd gezüchtet wurden. Nach seiner Pause geht Leo, der eine zweijährige Ausbildung zum Therapiehund durchlaufen hat, schließlich wieder entspannt zur zweiten OGS-Gruppe. Nächste Woche Dienstag kommen er und Irmgard Nonhoff zum vorerst letzten Mal in die Buterlandschule. Mit einem Elternabend, bei dem Nonhoff den Eltern über die Fortschritte ihrer Kinder berichten wird, endet dann das Hundeprojekt, das als „Wertevermittelnde Unterstützung für Vor- und Grundschulkinder“ von der Ambulanten Flexiblen Erziehungshilfe des Caritasverbands angeboten wird.

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