Jahreshauptversammlung des Orgelbauvereins
Panikrocker spendet für Orgel

Gronau -

14 Mitglieder hatte der Orgelbauverein zur Anschaffung einer neuen Orgel in der Ev. Stadtkirche in Gronau bei seiner Gründung am 1. Januar 2012. Auf dem Konto befanden sich bescheidene 275 Euro. Mittlerweile hat der Orgelbauverein 163 Mitglieder und ein Guthaben von 150 475 Euro (Stand 31. Dezember 2013). Auf der Jahreshauptversammlung im Thiemann-Haus wurde deshalb ein positives Fazit gezogen.

Dienstag, 01.04.2014, 08:04 Uhr

Dr. Tamás Szöcs, erster Vorsitzender, und Schatzmeister Pfarrer Uwe Riese informierten, lobten und machten gleichzeitig Mut, den einmal eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen. Besonders erfreulich sei die finanzielle Entwicklung im ersten Quartal des laufenden Jahres. Von Januar bis März flossen insgesamt 12 615,23 Euro in die Kasse des Orgelbauvereins. Dieser Betrag setzt sich aus einer Spende von 5000 Euro von Udo Lindenberg , 3000 Euro eines anonymen Spenders und den Mitgliedsbeiträgen zusammen. „Wir können eigentlich zufrieden sein. Wir haben ein Drittel des angedachten Weges geschafft. Ich träume davon, dass am 31. Oktober 2017 zum Reformationsjubiläum die neue Orgel erklingt“, resümierte Riese.

Hilfe von offizieller Seite gebe es weiterhin nicht, betonte Szöcs. Dennoch konnte er die Zusicherung der evangelischen Gemeinde Gronau weitergeben, dass zwölf Kollekten des Jahres 2014 der neuen Orgel zugute kommen. „Ich glaube sehr stark an den Erfolg des Projekts. Ich hoffe, dass der Orgelbau als eine gemeinsame Sache betrachtet wird. Das wäre mein Traum. Ich habe nach wie vor mehr Ideen als Kraft“, appellierte er an die weitere Unterstützung.

Der Abbau und Verkauf der brauchbaren Teile der maroden Kleucker-Orgel ist ebenfalls greifbar nah. Im Februar konnte mit einer Gemeinde in Norditalien der Kaufvertrag in Höhe von 40 000 Euro unterzeichnet werden. „Die Landeskirche in Bielefeld muss das noch genehmigen“, schränkte Szöcs die Erwartungshaltung ein. Das Geld komme erst einmal auf das Konto des Kreiskirchenamtes, bevor es – so hofft Szöcs – dem Konto des Orgelbauvereins gutgeschrieben werde. Der Rest der Orgel müsse abgebaut und entsorgt werden. Die leergeräumte Empore müsse danach saniert und verstärkt werden, da eine neue Orgel in der Regel deutlich schwerer sei.

Zwei Angebote für neue Orgeln stellte Szöcs vor: Für die Orgel der Firma Sauer aus dem Jahr 1904 müssten etwa 350 000 Euro für den Erwerb, den Abbau, den Transport und den Neuaufbau aufgewendet werden. Sie steht, voll bespielbar, in der entwidmeten ev. Kirche in Dortmund-Dorstfeld. Eine weitere bereits eingelagerte Orgel aus England, gebaut im Jahr 1843, würde insgesamt 420 000 Euro kosten. Eine komplett neue Orgel wäre teurer: etwa 700 000 Euro, so Szöcs.

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