Benefizkonzert für die Orgel mit zwei Blasorchestern
Musik, die berührt

Gronau -

Das Benefizkonzert mit dem Evangelischen Posaunenchor der Erlöserkirche Gronau und mit dem Musikverein Friedensklang Ostendorf 1928 aus Borghorst in der Stadtkirche in Gronau ist eine Etappe. Eine unter vielen auf dem Weg des Orgelbauvereins zum Kauf einer neuen Orgel für die Stadtkirche. Ziel ist es, das Reformationsjubiläum am 31. Oktober 2017 mit einer neuen Orgel feiern zu können.

Dienstag, 08.04.2014, 07:04 Uhr

Rund 250 Besucher waren zum Benefizkonzert gekommen. Jeder Bläserchor füllte mit 50 bis 60 Musikern den Altarraum. Beide Orchester wurden dirigiert von Peter van den Broek. Das Programm war umfangreich und anspruchsvoll: „Elsas Prozssion“ aus Richard Wagners Oper „ Lohengrin “ hatte Huub Mestrom speziell für die Gronauer Bläser arrangiert. Die Interpretation war eine gelungene Premiere. Anfangs wurde die getragene musikalische Atmosphäre eindrucksvoll umgesetzt. Die langsam anschwellende Klangstärke der Schlagwerkgruppe zusammen mit den Bläsern demonstrierte das hohe musikalische Niveau des Orchesters.

„Das ist Musik, die berührt. Die Stadt Gronau und die evangelische Gemeinde können stolz auf dieses Orchester sein“, lobte Rainer Doetkotte , der als Moderator durch das Programm führte.

Die zweite musikalische Premiere war die Interpretation von George Gershwins „Rhapsody in Blue“ mit Kantor Tamas Szöcs als Solist am Klavier. Immer wieder wurde mit virtuosen Übergängen und punktgenauen Einsätzen das Grundmotiv der bekannten Komposition herausgearbeitet. Die Musiker füllten die Zwischenräume mit eigenwilligen und überraschenden Verfremdungen. Spontan sprang das Publikum auf und bedankte sich mit stehenden Ovationen für diese Meisterleistung.

Die Borghorster Gäste präsentierten sich ebenfalls mit virtuosen Leistungen: Während Gerald Oswalds „Music for Happiness“ durch starke Pauken Lebensfreude suggerierte, lud „Air Poetique“ von Ted Huggend zum romantischen Träumen ein. Solistin Katharina Overberg (Waldhorn) ergänzte die fließende Melodie. Dramatisch und expressiv wurde es in dem vierteiligen Stück von Bert Appermont nach der Geschichte von Robinson Crusoe.

„Imagine“ von John Lennon im Klanggewand eines Blasorchesters ist für Fans dieser Musik immer noch gewöhnungsbedürftig, während die Höhepunkte aus „Dirty Dancing“ von Jack Bullock das Publikum endgültig überzeugten. Rauschender Applaus belohnte auch dieses symphonische Blasorchester.

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