Orgelprojekt
„Das Gipfelkreuz fast vor Augen“

Gronau -

Die finanziellen Mittel für die Orgel in der Ev. Stadtkirche zusammenzubekommen, ist ein langwieriger Prozess. Doch manchmal gibt es einen Schub, der die Kirchengemeinde und Kantor Tamás Szöcs ein gutes Stück auf dem Weg voranbringt. Dank besonderer Konstellationen, dank besonderer Menschen, die sich dem Projekt verbunden fühlen.

Donnerstag, 14.05.2015, 11:05 Uhr

Die neue Orgel kommt näher: Über Spenden des SOM Rheine und der Volksbank Gronau-Ahaus freuen sich Tamás Szöcs (l.) und Pfarrer Uwe Riese (2.v.l.). Daneben: Dr. Willy Wenner und Volksbank-Vorstandsvorsitzender Frank Overkamp
Die neue Orgel kommt näher: Über Spenden des SOM Rheine und der Volksbank Gronau-Ahaus freuen sich Tamás Szöcs (l.) und Pfarrer Uwe Riese (2.v.l.). Daneben: Dr. Willy Wenner und Volksbank-Vorstandsvorsitzender Frank Overkamp Foto: Martin Borck

Im konkreten Fall Dr. Willy Wenner . Der Gronauer Arzt ist Vorsitzender und Violinist im Symphonieorchester Rheine ( SOM ), das sein 25-jähriges Bestehen feiert. Nun könnte das Anlass sein, an die eigene Situation zu denken (auch Orchester sind finanziell wahrlich nicht auf Rosen gebettet); doch Wenner hatte eine andere Idee: Das Jubiläumskonzert am 30. Mai in der Stadtkirche wird als Benefizkonzert für den Orgelbauverein gestaltet. Überschüsse werden dem Verein zur Verfügung gestellt. Aber nicht nur das: Wenner trat zudem an die Volksbank Gronau-Ahaus heran. Mit Erfolg: Die Bank spendet 10 000 Euro für das Orgelprojekt . „Für uns bot sich diese Kombination an“, so Vorstandsvorsitzender Frank Overkamp und Marc Behrendt von der Volksbank. Zum SOM unterhalte die Bank sowieso eine langjährige Beziehung, und die Idee, eine Beitrag für die Orgel zu leisten, fiel auf fruchtbare Boden. „Davon haben alle etwas“, so Overkamp. Neben den Gottesdienst- auch Konzertbesucher. Für die Volksbank ist die Stadtkirche ein Haus, das sich für viele Veranstaltungen öffne.

Wenners Engagement erklärt sich genau aus diesem Grund: „Wir vom SOM sind sehr dankbar, dass wir den Kirchenraum für unsere Konzerte nutzen dürfen.“ Dazu hat er eine ganz persönliche Bindung zur Stadtkirche: „Ich bin hier getauft und konfirmiert worden“, sagt er.

Es ist ein Stück Dankbarkeit, das sich in dem Engagement widerspiegelt. Und dieses Gefühl ist Anlass für viele Menschen, für das Orgelprojekt zu spenden, berichtet Szöcs. „Das wird aus vielen Zuschriften deutlich, die ich erhalte.“

Spenden trudeln immer weiter ein. Von Menschen, die sich zu besonderen persönlichen Anlässen Geld für die Orgel wünschen zum Beispiel. Oder durch den Verkauf von Klangpralinen und Orgelwein. Doch auch der Überweisungsträger aus dem Weihnachtsbrief der Kirchengemeinde wird selbst jetzt – kurz vor Pfingsten – immer noch ausgefüllt.

Wenn wie geplant die neue Orgel zur 500. Wiederkehr des Reformationstages – also am 31. Oktober 2017 – erklingt, wird sich auch Pfarrer Uwe Riese freuen. „Denn der Gottesdienst lebt auch von kirchenmusikalischer Stimmung“, sagt er. „Gesang gehört dazu, aber auch ein Instrument, das Raum mit Power füllt.“

Für Wenner ist jetzt schon klar, dass das SOM ein Konzert für Orgel und Orchester aufführen wird.

Aber so weit ist es noch nicht. Mit der Volksbank-Spende ist jedoch ein psychologisch wichtiges Etappenziel erreicht: 300 000 Euro sind beisammen. „Das gibt uns ein gutes Gefühl“, so Szöcs. „Wir haben das Gipfelkreuz sozusagen vor Augen", stimmt Riese zu.

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