Grenzüberschreitendes Projekt
Obelix und die Dinkelsteine

Gronau-Epe -

Was 25 Dinkelsteine alles anrichten können: Anke Engels (Initiatorin der Dinkelsteinroute) fühlte sich „steinreich“. Lossers Bürgermeister Michael Sijbom beförderte seinen Dinkellander Amtskollegen Roel Cazemier zum „Bürgermeister von Dinkelsteinland“. Der wiederum verglich die Dinkel mit Strömen wie Amazonas, Donau und Rhein. Und Carl-Hendrik Staal, stellvertretender Bürgermeister von Neuenhaus, schlug gar den Bogen von Dinkelstein und Hinkelstein zu sich und Obelix. Turbulent und heiter ging es am Mittwoch bei der offiziellen Einweihung der Dinkelsteinroute an Schepers Mühle zu . . .

Donnerstag, 11.06.2015, 08:06 Uhr

Ein Stein, eine Initiatorin, vier Bürgermeister (v. l.) Roel Cazemier (Gemeinde Dinkelland), Sonja Jürgens (Gronau), Michael Sijbom (Losser), Anke Engels (Initiatorin) und Carl-Hendrik Staal (Neuenhaus).
Ein Stein, eine Initiatorin, vier Bürgermeister (v. l.) Roel Cazemier (Gemeinde Dinkelland), Sonja Jürgens (Gronau), Michael Sijbom (Losser), Anke Engels (Initiatorin) und Carl-Hendrik Staal (Neuenhaus). Foto: Klaus Wiedau

Der kleine Festakt setzte – um im Bild zu bleiben – den Schlussstein unter das „tolle grenzüberschreitende touristische Projekt Dinkelsteinroute “, für das Bürgermeisterin Sonja Jürgens allen Mitwirkenden, besonders aber Ideengeberin Anke Engels , den Künstlern und den Sponsoren (Firma Stenau, Regio Twente und Euregio) dankte. Ein aktuell fertiggestelltes Booklet mit Informationen und Kartenmaterial rund um die Route bildet jetzt den Rahmen und „führt künftig Touristen und Radfahrer unserer Städte zusammen“, so Jürgens. Ihre Wunschvorstellung für die Zukunft: Dass die Route in Richtung Dinkel-Quelle erweitert wird.

Anke Engels gab zu, die Idee für die Dinkelsteinroute ein Jahr vor der Landesgartenschau von einem ähnlichen Projekt an der Mosel kopiert zu haben. Sie erinnerte an die Umsetzung der Idee, an Auswahl der Künstler und deren Steine, Sponsorensuche und einzelne Episoden der Dinkelstein-Entstehung. Auf den Namen sei sie übrigens durch die Asterix & Obelix-Lektüre gekommen – aus Hinkelstein wurde Dinkelstein . Was 2013 mit 13 Steinen begann, wuchs 2005 und 2007 um jeweils zwei Steine in Losser , 2012 um weitere drei Steine in Neuenhaus und 2013 schließlich um fünf Steine in der Gemeinde Dinkelland. Anschließend habe es aber – bis jetzt – gedauert, das Booklet mit Infos und Karten zu erstellen. Besonders schwierig sei gewesen, Knotenpunkte und Landkarten der Region auf einen Nenner zu bringen.

„Es gibt keinen Fluss in den Niederlanden, der schöner mäandert als die Dinkel“, schwärmte Lossers Bürgermeister Michael Sijbom . Die Dinkelsteinroute mache die Region für Touristen noch attraktiver, biete die Strecke doch die Gelegenheit, auf künstlerische Entdeckungsreise zu gehen. Sijbom betonte die Notwendigkeit, die Region touristisch noch intensiver zu vermarkten und warb für die besondere grenzüberschreitende Landschaft an der Dinkel: „Einmal die Twente sehen, dann kann man sterben“.

Was wäre gewesen, wenn schon 2003 alle 25 Dinkelsteine fertiggestellt worden wären? Die Antwort auf diese Frage gab Bürgermeister Roel Cazemier (Gemeinde Dinkelland): „Dann hätten wir nur einmal ein Fest feiern können. So aber gibt es seit 2003 immer wieder schöne Momente“, freute er sich über das langsame Wachsen der Route. Cazemier verwies auf Amazonas, Donau und Rhein als lange bedeutende Ströme und wirtschaftlich bedeutende Transportadern. Aber: Die Dinkel „im Nichts und Nirgends“ sei genauso wichtig. „Weil sie ein Band zwischen den Menschen bildet, die stolz sind auf ihre Region und ihre Landschaft. Weil sie Städte, Dörfer und Gemeinschaften verbindet.“

Die Dinkelsteinroute als „Geheimtipp bei Google“ – darauf verwies Carl-Hendrik Staal, stellvertretender Bürgermeister aus Neuenhaus. Die Route trage zum Zusammenwachsen der Menschen entlang der Dinkel bei – und seine Gemeinde freue sich, am Endpunkt des Flusses, dort wo die Dinkel in die Vechte mündet, einen Beitrag zu diesem Projekt geleistet zu haben.

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