Mi., 19.10.2016

Marlies und Hugo Kortbus kennen sich schon seit dem Sandkastenalter Goldene Hochzeit

Marlies und Hugo Kortbus gaben sich vor 50 Jahren das Ja-Wort.

Marlies und Hugo Kortbus gaben sich vor 50 Jahren das Ja-Wort. Foto: Sigrid Winkler-Borck

Epe - 

Heute vor 50 Jahren gaben sich Marlies und Hugo Kortbus das Jawort. Feiern werden die beiden ihr goldenes Ehejubiläum am Sonntag im Familienkreis nach der Messe in der St.-Agatha-Kirche.

Von Sigrid Winkler-Borck

Marlies Kortbus, geborene Wieschues, ist genau wie ihr Mann Hugo in Holtwick aufgewachsen. „Wir kennen uns eigentlich schon seit dem Sandkastenalter, denn unsere Mütter waren befreundet“, erzählt sie. Später machten Hugo Kortbus und ein Bruder von Marlies als Jugendliche gemeinsam Musik. Als Probenraum diente eine leerstehende Flüchtlingswohnung auf dem elterlichen Hof Wieschues. Darüber hinaus brachten die jungen Männer auf dem Hof Autos wieder auf Vordermann, denn Hugo Kortbus kannte sich als gelernter Autoschlosser damit aus. So gab es zahllose freundschaftliche Begegnungen zwischen den jetzigen Jubilaren, bevor bei dem sehr, sehr langsamen Rückweg von einer Maiandacht 1962 mehr daraus wurde.

„Eigentlich wollte ich Lehrerin werden“, erinnert sich Marlies Kortbus an ihre Berufspläne. Da ihre Arbeitskraft als älteste Tochter auf dem Hof benötigt wurde, konnte sie ihren Eltern aber nur eine dreijährige landwirtschaftliche Hauswirtschaftsausbildung abringen.

Nach der kirchlichen Trauung am 19. Oktober 1966 wohnte das junge Ehepaar zunächst in Billerbeck, dann wieder in Holtwick. Im Herbst 1969 als bereits dreifache Eltern kamen die Kortbus‘ nach Epe. Hugo Kortbus hatte bei der Molkerei eine Stelle als Betriebsschlosser gefunden. Später arbeitete er in der Werkstatt von Karstadt, und die letzten Berufsjahre war er als Ersatzteilhändler für Lkw, Trecker und Pkw selbstständig.

Als sich 1970 das vierte Kind ankündigte, wurde die Mietwohnung für die Familie endgültig zu klein, und das Ehepaar Kortbus baute sein Haus, in dem es auch heute noch wohnt.

Anfang der 80er-Jahre nahm Marlies Kortbus das erste Pflegekind auf. Bis 2001 hat sie in der Familie insgesamt 20 Pflegekinder betreut, häufig waren drei gleichzeitig da. „Manche waren nur kurz bei uns, andere recht lang. Je nach Situation der Eltern. Zu etlichen der ehemaligen Pflegekinder haben wir noch immer einen guten Kontakt. Ein inzwischen 38-Jähriger ist wie ein fünftes Kind für uns.“ – „Für ihren Einsatz um die Pflegekinder hat meine Frau 1995 das Bundesverdienstkreuz bekommen“, erzählt Hugo Kortbus stolz. Das Ehepaar freut sich zudem über 13 Enkelkinder.

Bei allem Engagement gab es immer noch Zeit für Campingurlaube und Hobbys. Garten und Handarbeit, wozu lange Zeit das Stricken für den Basar im Domizil gehörte, sind Marlies Kortbus‘ liebste Beschäftigungen. Hugo Kortbus war in der Freiwilligen Feuerwehr Epe aktiv und bei der Schützengilde St. Katharina. Darüber hinaus ist er als Jäger naturverbunden und führt mit seiner „rollenden Waldschule“ nach wie vor Waldtage für Kindergarten- und Grundschulkinder durch. Musik macht er immer noch als Jagdhornbläser. Seine Mitmusiker werden am Sonntag die Festmesse musikalisch mitgestalten.

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