Sa., 14.01.2017

Grenzüberschreitende Hochwasserschutzübung Szenario: Region unter Wasser

Hochwasser: Im August 2010 traten viele Flüsse im Altkreis Ahaus über die Ufer. Behörden in der Region wollen künftig besser vorbereitet sein und haben daher eine grenzüberschreitende Übung durchgeführt, die nun ausgewertet wird.

Hochwasser: Im August 2010 traten viele Flüsse im Altkreis Ahaus über die Ufer. Behörden in der Region wollen künftig besser vorbereitet sein und haben daher eine grenzüberschreitende Übung durchgeführt, die nun ausgewertet wird. Foto: Klaus Wiedau

Gronau/Enschede - 

Die Spitzen der Kreise Borken und Grafschaft Bentheim, der Bezirksregierung Münster und der niederländischen Wasserbehörden Rijn en IJssel und Vechtstromen treffen sich am Freitag (20. Januar) in Gronau zur Evaluierung der gemeinsamen Hochwasserschutzübung vom Oktober 2016, um über die wichtigsten Ergebnisse, Verbesserungsvorschläge und die mögliche weitere Zusammenarbeit zu sprechen.

Ergebnisse und Schlussfolgerungen der Übung wurden in der Zwischenzeit auf fachlicher Ebene erarbeitet. Es hat sich gezeigt, dass der Kommunikationsfluss über die Grenze im Allgemeinen gut funktioniert. Kleinere Schwierigkeiten ergaben sich beispielsweise in der technischen Kompatibilität. Die Sprache stellt meist kein Hindernis dar, jedoch sind die Zuständigkeiten und internen (nationalen) Abläufe stark unterschiedlich geregelt und erfordern besonderes Wissen bei den jeweiligen Krisenstäben.

Am 13. Oktober hatte die Grenzregion unter Wasser gestanden. Zumindest im Szenario der Hochwasserschutzübung , das deutsche und niederländische Fachleute gemeinsam ausgearbeitet hatten. Ziel der Übung war die Verbesserung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Katastrophenfall. Im Ernstfall müssen Bürger bestmöglich vor den Folgen von Starkregen und Überschwemmungen geschützt werden.

An der Übung nahmen die verantwortlichen Organisationen aus beiden Ländern teil. Besonderes Augenmerk lag dabei auf der internen und externen Kommunikation. Der Austausch zwischen deutschen und niederländischen Behörden muss im Ernstfall gut funktionieren. Zudem überprüften die Organisationen ihre eigenen Strukturen und Abläufe.

Die Teilnehmer lernten sich und die jeweiligen Prozesse im Nachbarland bereits während der Vorbereitungsphase gut kennen – ein weiterer Vorteil dieses im Rahmen des Interreg-V-A-Programms geförderten Projektes. Ist der persönliche Kontakt erst einmal hergestellt, findet man sich in konkreten Hochwassersituationen schnell und mühelos. Eventuelle Verständigungsprobleme und Missverständnisse werden so im Vorfeld ausgeräumt.

Die Hochwasserschutzübung wurde von der Bezirksregierung Münster , den Kreisen Grafschaft Bentheim und Borken, und den niederländischen Waterschappen Vechtstromen und Rijn en IJssel organisiert, in enger Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz sowie den Sicherheitsregionen Twente und Noord- en Oost Gelderland. Unterstützt wurden sie dabei von der Grenzüberschreitenden Plattform für Regionale Wasserwirtschaft, deren Koordinierungsbüro bei der Euregio in Gronau angesiedelt ist.

Leserkommentare

Google-Anzeigen
Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4557847?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F103%2F150%2F