Mi., 17.05.2017

Enschede erwartete niederländischen Pegida-Ableger Rechtsextreme kündigen Demo an

Enschede - 

Der niederländische Ableger der rechtsextreme Protestbewegung Pegida hat eine Anti-Islam-Demonstration in Enschede angekündigt. Am 18. Juni soll im Stadtzentrum protestiert werden.

Der niederländische Ableger der rechtsextreme Protestbewegung Pegida hat eine Anti-Islam-Demonstration in Enschede angekündigt. Am 18. Juni soll im Stadtzentrum protestiert werden. Außerdem soll die Hooliganband Kategorie C aus Bremen oder zumindest dessen Sänger Jannes Ostendorfer auftreten. Das berichtet der Twentsche Courant Tubantia.

Die Demonstration ist bei der Stadtverwaltung angemeldet. Der Polizeibeamte Paul Wesseloo, der die Stadt in Sicherheitsfragen berät, gibt an, dass es konstruktive Gespräche mit den Initiatoren gebe. „Sie wollen ein Stück durch die Stadt laufen und etwas mit Musik machen. Wie die Route aussieht und wie lange die Demonstration dauert, wird momentan besprochen“, so Wesseloo im Gespräch mit der Tubantia.

Der angekündigte Auftritt von Kategorie C ist ungewöhnlich. Die Hooliganband war in der Region schon vor zwei Jahren in den Schlagzeilen, als sie Konzerte in der hiesigen Grenzregion ankündigte. Damals hatten Gemeindeverwaltungen Gaststätten und Saalvermieter gewarnt, sodass kein Konzert zustande kam. In Haaksbergen waren im März 2015 Bandmitglieder von Kategorie C auf Einladung einer unbekannt gebliebenen Person und ohne Wissen des betreffenden Saalbesitzers zu einer angeblichen Geburtstagsfeier aufgetaucht. Doch das Fest fand nicht statt: Auf Anordnung des Bürgermeisters wurde die Band von der Polizei wieder weggeschickt.

Die Stadt Enschede ist über die Pegida-Pläne und den geplanten Auftritt der Band von Pegida informiert. Wesseloo sieht bislang keinen Anlass, die geplanten Aktionen zu verbieten. Demonstriere, gehöre zu den Grundrechten. Solange sich die Demonstranten an die Gesetze hielten, würden sie das Recht auch wahrnehmen dürfen. Was Bühne und Lautstärke betrifft, werde es wie bei jeder anderen Demo auch Regeln geben. „Wie immer wollen wir bei Demonstrationen dafür sorgen, dass die Einschränkungen für unsere Einwohner so gering wie möglich bleiben“, so Wesseloo.

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