Informationsveranstaltung des Bürgervereins Dinkelaue
Betreiber am Drilandsee wollen Planungssicherheit

Gronau -

Über mögliche Veränderungen am Drilandsee diskutierten am Donnerstag bei einer Infoveranstaltung des Bürgervereins Dinkelaue über 70 Bürgerinnen und Bürger im Restaurant Seeblick. Darunter alle unmittelbar Betroffenen und Vertreter von CDU, SPD, FDP, Gal, Grünen und Die Linke. Seitens der Bauverwaltung war niemand anwesend, was im Laufe der Veranstaltung als „verpasste Chance“ angesehen wurde, heißt es in einem Bericht des Bürgervereins.

Samstag, 11.11.2017, 08:11 Uhr

Bürgerverein-Vorsitzende Anke Engels führte die Diskussion.
Bürgerverein-Vorsitzende Anke Engels führte die Diskussion. Foto: privat

Die Vorsitzende Anke Engels hatte zu Beginn auf die ausgelegten Planungsvorschläge verwiesen: Der eine stammte im Auftrag der Stadt von einem externen Landschaftsbüro, der andere von den Eigentümern des „Seeblicks“, Familie Kleideiter. Das Büro Schonhoff aus Hannover hatte für seine Verbesserungsvorschläge den Begriff vom „relativ geringen Aufwand“ für eine „Perlenschnur“ unterschiedlicher Erlebnisorte geprägt. Das sah die große Mehrheit der Anwesenden anders. Vor allem störte man sich an den Vorschlägen für weitere Gastronomie am See.

Ratsmitglied Martin Dust ( CDU ) wunderte sich, dass entgegen der Vorgaben der Politiker die externen Planer überhaupt nicht alle Beteiligten – vom Boule-Club über die Wassersportler bis zu den ansässigen Hotel- und Gastronomie-Betreibern – in die Überlegungen einbezogen hatten.

Es gab aber auch Kritik an den Verhältnissen am See: So wurde über die mangelhafte Nutzbarkeit der Tretboote geklagt, und Vertreterinnen der jüngeren Generation vermissten Modernität. „Wir wollen ja schon seit 2013 Verbesserungen am Steg und am Kiosk schaffen, aber die Stadt gibt keine Planungssicherheit,“ argumentierte die Familie Hewing.

Unverständlich blieb, weshalb die jahrelang am See Tätigen seitens der Stadt immer vertröstet wurden, nun aber, seit es Investoren für eine neue Gastronomie gäbe, sofort eine externe Planung eingekauft wurde.

Die Familie Mantke betonte, dass ihre Gäste aus ganz Deutschland die jetzt schon gegebenen vielfältigen Freizeitmöglichkeiten, aber auch die Ruhe und die Naturbelassenheit am See zu schätzen wüssten. In diesem Sinne sprachen auch Udo Buchholz (Ratsmitglied der Gal) und Georg Frieler, die sich zudem einen Naturlehrpfad rund um den See vorstellen konnten. Reiner Doet­kotte (CDU) wünschte sich wesentlich mehr Wohlwollen und Hilfsbereitschaft seitens der Verwaltung gegenüber den Absichten und Vorstellungen der ansässigen Betreiber.

Ratsmitglied Kurt Rehbein (SPD) lobte die Veranstaltung des Bürgervereins als hilfreich für die Ratsentscheidungen. Angeblich soll es im Januar 2018 aus der Bauverwaltung entsprechende Ratsvorlagen geben.

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