Do., 16.11.2017

Verkehrsausschuss beschließt Fahrplan In vier Schritten Dreiländersee verändern

Sommer-Idylle am Drilandsee: Etwaige Veränderungen im Bereich des Sees sollen jetzt mit allen Beteiligten in einem vierstufigen Verfahren erarbeitet werden.

Sommer-Idylle am Drilandsee: Etwaige Veränderungen im Bereich des Sees sollen jetzt mit allen Beteiligten in einem vierstufigen Verfahren erarbeitet werden. Foto: Guido Kratzke

Gronau - 

Anlieger, Bürger, potenzielle Investoren, Experten, Verwaltung und Politik – sie alle sollen an der Neugestaltung des Erholungsgebietes Drilandsee mitwirken. Darauf verständigte sich am Dienstagabend der Verkehrsausschuss. Die Mitglieder folgten damit einem Vorschlag von Ratsmitglied Johannes Böcker (CDU), der für das weitere Vorgehen ein vierstufiges Verfahren anregte.

Von Klaus Wiedau

Anlieger, Bürger, potenzielle Investoren, Experten, Verwaltung und Politik – sie alle sollen an der Neugestaltung des Erholungsgebietes Drilandsee mitwirken. Darauf verständigte sich am Dienstagabend der Verkehrsausschuss. Die Mitglieder folgten damit einem Vorschlag von Ratsmitglied Johannes Böcker ( CDU), der für das weitere Vorgehen ein vierstufiges Verfahren anregte. Auch die Verwaltung hatte die Durchführung eines Workshops mit allen Beteiligten vorgeschlagen, der Böcker-Vorschlag konkretisiert aber das Vorgehen.

In Schritt eins ist zunächst eine Veranstaltung geplant, bei der Anlieger und potenzielle Investoren (für eine neue Gastronomie) aber auch alle Bürger ihre Ideen für ein neues Nutzungskonzept des Erholungsgebietes einbringen können. Die Verwaltung soll dazu einladen, moderiert werden soll dieses Treffen von Landschaftsarchitekt und Stadtplaner Christoph Schonhoff vom Büro NSP Hannover. Schonhoff hatte im Sommer ein Konzept für Veränderungen am See präsentiert. Trotz der von ihm vorgeschlagenen behutsamen Korrekturen war daran Kritik laut geworden: zum einen von Gastronomie-Betreibern am See, die keinen Platz für einen weiteren Gastro-Betrieb sehen, zum anderen von Gronauer Bürgern, die einzelne von Schonhoff vorgeschlagene Maßnahmen (Promenade) ablehnen.

In Schritt zwei sind die Verwaltung und das Büro NSP aufgefordert, alle eingebrachten Anregungen und Ideen zu sammeln und aufzubereiten. Schritt drei sieht einen weiteren Workshop zur Erarbeitung eines finalen Konzeptes vor. Die Präsentation des Ergebnisses in den politischen Gremien soll schließlich Schritt vier darstellen, wie Böcker betonte.

Stadtbaurat Frank Vetter und Jörg von Borczyskowski (UWG) betonten die Notwendigkeit, bei bestimmten Veränderungen auch die Zeitachse im Blick zu behalten. Denn: Nicht jede Maßnahme, die sich möglicherweise aus den Ideen ergebe, könne kurzfristig umgesetzt werden. Bei manchen Projekten seien im Vorfeld auch planerische Veränderungen oder behördliche Vorgaben (etwa wasserrechtliche Fragen) zu berücksichtigen.

In der Diskussion im Verkehrsausschuss am Dienstagabend wurde deutlich, dass es am See „eine schwierige Gemengelage“ gibt, wie Böcker es umschrieb. Stadtbaurat Vetter verwies darauf, dass nach der Schonhoff-Präsentation anfangs die Reaktion „Lasst unser Kleinod in Ruhe“ zu verzeichnen gewesen sei. Inzwischen gebe es aber diverse Vorstellungen einzelner Anlieger für Veränderungen. Diese Erfahrung bestätigte Jörg von Borczyskowki aus seinen Gesprächen. Insofern gelte es, alle Anregungen und Ideen zusammenzuführen und auf ihre Realisierung hin zu prüfen.

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